Aufsteiger SC Fortuna Köln hat im Rheinderby der 3. Liga gegen Fortuna Düsseldorf einen verdienten Punkt geholt. Für die kampfstarken Südstädter war es das dritte ungeschlagene Spiel in Folge.
Torloses RheinderbyFortuna Köln trotzt Düsseldorf einen Punkt ab

Umkämpftes Derby: Kölns Bennit Bröger (l.) im Duell mit dem Düsseldorfer Elias Egouli.
Copyright: IMAGO/Eibner
Wer am Sonntagabend ins ausverkaufte Südstadion gekommen war, dürfte sich zeitweise wie bei „Rhein in Flammen“ gefühlt haben. Der Anhang von Fortuna Düsseldorf hatte zum Drittliga-Derby bei Fortuna Köln unzählige Feuerwerkskörper mitgebracht, die den dunklen Himmel über Zollstock immer wieder erhellten. Auf dem Rasen passierte dagegen nicht allzu viel: Am Ende eines recht ereignisarmen Duells der beiden Namensvetter stand vor 9544 Zuschauern ein gerechtes 0:0.
Die Kölner, die als Aufsteiger zum dritten Mal in Folge ungeschlagen blieben, werden mit der Punkteteilung deutlich besser leben können als der Zweitliga-Absteiger aus der Landeshauptstadt, der im Kampf um den Wiederaufstieg erneut Punkte liegen ließ. „Wir sind zufrieden mit dem Punkt. Wir haben leidenschaftlich verteidigt - dafür ein großes Kompliment an meine Mannschaft“, sagte Mink.
Wir sind zufrieden mit dem Punkt. Wir haben leidenschaftlich verteidigt - dafür ein großes Kompliment an meine Mannschaft.
Mit Jannik Mause und Cedric Harenbrock nahmen die jüngsten beiden Neuerwerbungen der Südstädter zunächst auf der Bank Platz. Überhaupt wies Kölns Startelf im Vergleich zum 2:1-Sieg in Verl nur eine Änderung auf. Für den rotgesperrten Luca Majetic rückte Enzo Wirtz in die Mannschaft. Auf Seiten der Gäste gehörte der ehemalige FC-Verteidiger Dominique Heintz zum zweiten Mal in Folge nicht dem Kader an. Nach Klubangaben muss Heintz verletzungsbedingt pausieren.
Beide Teams tasteten sich zunächst ab. Nach etwa zehn Minuten übernahmen die Gäste die Initiative und verzeichneten den ersten Abschluss der Partie. Matthias Zimmermann zog einen Freistoß vom linken Flügel scharf auf das kurze Eck, Torwart Lennart Winkler entschärfte mit den Fäusten (13.). Dann setzte Anas Slimani einen Schlenzer auf das Kölner Tordach (19.). Mehr hatte der Favorit erst einmal nicht zu bieten.
Kölns Angreifer Enzo Wirtz hat die beste Chance des Spiels
Es dauerte eine halbe Stunde, ehe sich auch die Gastgeber offensiv anmeldeten. Romeo Aigbekaen legte quer auf Enzo Wirtz, der am Fünfmeterraum keinen Druck hinter den Ball bekam (30.). Kölns Doppelspitze verbuchte auch die größte Chance des gesamten Spiels. In der 36. Minute wurde Wirtz erneut von Aigbekaen bedient. Diesmal scheiterte er aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Louis Lord.
Nach dem Seitenwechsel blieben Torraumszenen weiterhin rar gesät. Beide Mannschaften standen defensiv kompakt, doch nach etwa einer Stunde benötigte Köln eine gehörige Portion Glück. Yassine Bouchama flankte an den zweiten Pfosten, wo Andreas Müller völlig freistehend deutlich daneben köpfte (58.). Auf der Gegenseite verpasste Adrian Stanilewicz wiederum die Führung für Köln, als er an einer Hereingabe von Bennit Bröger vorbeirutschte (69.).
In der Schlussphase kamen noch Mause und Harenbrock (77.) zu ihrem Debüt für die Südstädter, die nach vorne allerdings nicht mehr zwingend wurden. Düsseldorf bemühte sich am Ende etwas mehr um den Sieg, doch die Hausherren schmissen sich voller Leidenschaft in alle Zweikämpfe und der gute Winkler parierte zweimal gegen Slimani (69., 76.). So fiel das Fazit von Alexander Ende zu seiner Rückkehr ins Südstadion gemischt aus. „Das Positive vorneweg: Wir haben zum zweiten Mal in Folge zu null gespielt. Offensiv sollte die Null nicht stehen. Die Chancen, die wir hatten, haben wir nicht sauber genug ausgespielt, um sie zu finalisieren“, sagte der Düsseldorfer Coach.