Nach dem Theater um Abwehrchef Upamecano will der Ehrenpräsident künftig anders mit Spielerberatern umgehen.
„Nicht gefallen lassen“Uli Hoeneß kündigt härtere Gangart mit Spielerberatern an

Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat immer eine klare Meinung. (Archivfoto)
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Uli Hoeneß spricht Klartext: Der Weltmeister von 1974 hat eine härtere Linie von Bayern München im Umgang mit Spielerberatern angekündigt. „Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft“, sagte der Ehrenpräsident des Fußball-Rekordmeisters im Bild-Interview.
Der Beitrag der Berater stehe „zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird“, führte Hoeneß nach dem jüngst abgeschlossenen und überaus zähen Poker um die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano aus. „Wir werden verstärkt ‚Nein‘ sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen.“

Dayot Upamecano hat beim FC Bayern München verlängert.
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Uli Hoeneß knöpft sich Spielerberater von Upamecano vor
Dabei müsse auch eine klare Haltung gegenüber den Profis kommuniziert werden. „Man kann auch dem Spieler einmal sagen: ‚Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.‘ So weit muss das gehen“, sagte Hoeneß.
Nach einigen Gesprächen über mehrere Monate hatte Abwehrchef Upamecano am vergangenen Freitag seinen auslaufenden Vertrag bis zum Sommer 2030 verlängert. Hoeneß hatte bereits den Berater des Franzosen im kicker scharf angegriffen. Er sei über dessen Verhalten „entsetzt“.
Der nächste Schritt sei auch klar, betonte der 74-Jährige nun mit Blick auf zukünftige Verhandlungen: „Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater – wenn er sich unfair verhält – auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden.“ (sid)
