Vor dem Spiel gegen 1860 MünchenViktoria Köln kämpft gegen sein Herbst-Tief

Maximilian Rossmann (M.) kehrt in die Innenverteidigung zurück.
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Köln – Nein, mit dem Ertrag aus der letzten englischen Woche konnte wirklich niemand einverstanden sein beim FC Viktoria Köln, schon gar nicht Pavel Dotchev, der Trainer des Fußball-Drittligisten: „Wenn man diese drei Spiele zusammenfasst, hätten wir locker vier Punkte mehr haben können“, resümierte der 55-Jährige kritisch.
Beim 2:2 vor zwölf Tagen in Unterhaching führten die Höhenberger bereits mit 2:0, mussten letztlich aber noch glücklich über einen Punkt sein. Drei Tage später erreichte das Team ebenfalls nur ein Unentschieden gegen Zwickau (1:1), den Ausgleich kassierten die Höhenberger in der Nachspielzeit per Foulelfmeter. Das I-Tüpfelchen auf den Negativ-Trend war die Begegnung am vergangenen Wochenende beim Halleschen FC: Die Viktoria hatte beinahe destruktive Gastgeber lange dominiert und doch 0:2 verloren.
Das Team verlor den Glauben an sich
„Nach dem 0:1 hat die Mannschaft irgendwie den Glauben an sich verloren“, meint Kölns Sportleiter Marcus Steegmann. Und reichlich Frust schob das Team auch noch: In Viktorias Kabine wurde ein Heizkörper demoliert, der Schaden ist vom Verein inzwischen reguliert worden. „Natürlich akzeptieren wir ein derartiges Verhalten nicht und haben uns dafür auch in aller Form entschuldigt“, sagt Steegmann, der nun auf die Wende am Samstag (14 Uhr, Sportpark Höhenberg) gegen den TSV 1860 München hofft.
Für Holthaus kommt das Spiel zu früh
Wie es gegen den Tabellenvierten aus der bayerischen Landeshauptstadt besser laufen soll, weiß Dotchev offenbar genau: „Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen, besser verteidigen und Tore machen. Das ist eigentlich schon alles.“
Gerade die vom Fußballlehrer erwähnten Aussetzer einzelner Akteure gilt es gegen die mit dem 1. FC Saarbrücken beste Offensive der Liga zwingend zu minimieren. Entsprechend plant der Deutsch-Bulgare eine Umstellung in der Abwehrkette und scheint dem von einer Corona-Infektion genesenen Maximilian Rossmann wieder das Vertrauen zu schenken: „Er ist mein Abwehrchef und ein Kandidat für die Startelf“, sagt Dotchev.
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Neben dem 25-Jährigen, der zuletzt entweder durch Sperren oder Infekte zurückgeworfen wurde und gerade einmal fünf Spiele für seinen neuen Verein bestritten hat, wird wohl Sead Hajrovic verteidigen. Zwar hat auch Linksverteidiger Fabian Holthaus seinen Faserriss in der Wade überwunden, für einen Einsatz von Beginn an reicht es aber wohl noch nicht.Gegen die robusten Sechziger erwartet Dotchev eine umkämpfte Partie: „Sie sind erfahren und verfügen über viel individuelle Klasse.“
Die von Michael Köllner betreuten Löwen, die vor der Spielzeit wie Köln erhebliche Justierungen am Kader vorgenommen haben, mischen in der Spitzengruppe mit. Gerade auf Münchens Stürmer-Routinier Sascha Mölders sollte Viktorias Defensive achten – womöglich findet dann die Serie von vier sieglosen Spielen ein Ende.



