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Dritte Liga
Viktoria Köln hat sich in den Kreis der Aufstiegsfavoriten gespielt

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2 min
19.09.2026, xsefx, Fußball, FC Viktoria Köln - FC Ingolstadt 04, 3.Liga, Sportpark Höhenberg, 7. Spieltag, Saison 2026 2027: Viktoria Köln feiert den 3:0 Sieg vor der Fantribüne DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi-video. Nordrhein-Westfalen Deutschland *** September 19, 2026, xsefx, Soccer, FC Viktoria Köln vs. FC Ingolstadt 04, 3. Liga, Sportpark Höhenberg, Matchday 7, 20262027 season. Viktoria Köln celebrates its 30 victory in front of the fan stand. DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. North Rhine-Westphalia, Germany

Jubel bei den Viktoria-Profis nach dem Sieg gegen Ingolstadt

Fußballerisch gehört die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm zum Besten, was die Dritte Liga zu bieten hat.

In der Etattabelle gehört Viktoria Köln auch in dieser Saison zu den Drittliga-Abstiegskandidaten. Allerdings gelingt es den Verantwortlichen um Trainer Marian Wilhelm, Sportchef Valentin Schäfer, Sportvorstand Franz Wunderlich sowie den Geschäftsführern Axel Freisewinkel und Eric Bock offenbar erneut, mit ihrer Mannschaft pro ausgegebenem Euro mehr Punkte zu holen als die Konkurrenz. Nach sieben von 38 Spielen hat die Viktoria 15 Zähler auf dem Konto – ein Drittel der zunächst angepeilten 45 Punkte zum sicheren Klassenerhalt.

Natürlich werden die Höhenberger bis zum Erreichen dieser Marke nicht von sich aus von ihrem ersten Saisonziel abrücken – die junge Mannschaft mit zusätzlichem Druck zu beladen, liegt nicht im Interesse des Vereins. Doch ligaweit ist längst klar, dass die Viktoria in dieser Saison nicht nur irgendwie mitlaufen wird, um den Klassenerhalt und damit ihre Existenz zu sichern. Mit den Leistungen der vergangenen Wochen hat sich der Klub, ob er es möchte oder nicht, in den Kreis der Aufstiegsanwärter befördert. Denn die Siege resultierten keinesfalls aus einer Aneinanderreihung glücklicher Fügungen. Vielmehr sind sie das Ergebnis einer fußballerischen Vision.

Torgefährliches Trio, Gefahr von der Bank

Im Ballbesitz gibt es derzeit wohl keine stärkere Mannschaft in der Liga. Der früher oft wahnwitzig riskant wirkende Aufbau über Torhüter Arne Schulz, bei dem mit kurzen, scharfen Pässen das gegnerische Pressing überspielt werden soll, ist dem Team noch besser in Fleisch und Blut übergegangen. Die zentrale Achse um Keeper Schulz, Abwehrchef Tobias Eisenhuth sowie die Sechser Taylan Duman und Niklas Swider verbindet Präzision mit Nervenstärke und Geduld – und legt sich die Gegner so lange zurecht, bis der Moment für schnelle Vertikalpässe hinter die Abwehr gekommen ist. Mit David Otto (sechs Saisontore), Niklas Castelle (vier) und Lucas Wolf (vier) hat sich ein abschlussstarkes Trio gefunden, das die Angriffe veredeln kann.

Im Vergleich zur Vorsaison ist zudem Viktorias Ersatzbank schwer bewaffnet. Wenn Alexander Prokopenko oder Noah Maboulou reinkommen, erhält das Spiel neue Optionen – anders als in den vergangenen Jahren. Geblieben ist hingegen die Tatsache, dass der regelmäßige Verlust von Leistungsträgern scheinbar mühelos durch die Entwicklung und Verpflichtung neuer Jungprofis aufgefangen wird. Das Team ist hinterher vielleicht sogar noch besser.

Die Viktoria lebt in der noch jungen Saison den Traum eines jeden Vereins: mit einer jungen und günstigen Mannschaft attraktiven und erfolgreichen Fußball zu spielen. Je länger dieser Traum gelebt werden kann, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich die Höhenberger tatsächlich mit neuen und größeren Saisonzielen beschäftigen müssen.