Mit dem Kantersieg bei Alemannia Aachen liefert der FC Viktoria einen weiteren Beweis seiner Stärke. Am Mittwoch gegen Großaspach will der Überraschungs-Zweite der 3. Liga seine Siegesserie ausbauen.
Viktoria Köln im HöhenflugWilhelm versieht sein Lob mit einer Mahnung

Viktoria-Trainer Marian Wilhelm
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Ein schöneres Geschenk hätte sich Franz Wunderlich am Sonntag wohl nicht vorstellen können. Zum 63. Geburtstag des Sportvorstands lieferte der FC Viktoria Köln mit dem 5:2 (4:1)-Kantersieg bei Alemannia Aachen einen weiteren Beweis seiner Stärke. Am Tag nach dem Galaauftritt auf dem Tivoli war Wunderlich die Begeisterung noch deutlich anzumerken. „Die erste Halbzeit war offensiv schon beeindruckend. Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen, spielt seit Wochen außergewöhnlich gut und mit einem hohen Maß an Selbstverständnis“, schwärmte er.
Mit dem vierten Sieg in Folge, gekrönt von 15:3 Toren, festigte das Überraschungsteam der 3. Liga den zweiten Tabellenplatz hinter dem MSV Duisburg, bei dem die Höhenberger am Sonntag (16.30 Uhr) zum Gipfeltreffen antreten. „Wir genießen den Moment, dürfen aber nicht den Fehler machen und anfangen zu fliegen“, sagte Wunderlich auch mit Blick auf das zuvor anstehende Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (Mittwoch, 19 Uhr).
Es ist etwas Besonderes, hier so deutlich zu gewinnen. Wer in Aachen fünf Tore schießt, hat vieles richtig gemacht
In Aachen demonstrierte die Viktoria auf imposante Weise, dass sie sich mittlerweile auch von einer großen Kulisse nicht mehr beeindrucken lässt. Vor 21.953 Zuschauern spielte sich die junge Kölner Elf in der ersten Halbzeit in einen Rausch. Yannick Tonye (11.) und Lucas Wolf (20.) legten zum 2:0 vor. Auch nach Lukas Scepaniks Anschlusstor (22.) brillierten die Gäste mit schnellem Kombinationsspiel, das die Aachener Defensive von einer Verlegenheit in die nächste stürzte. Tim Kloss (38.) und David Otto (40.) entschieden die Partie bereits zur Pause. Niklas Castelle (58.) erhöhte nach Wiederbeginn sogar auf 5:1 (58.), ehe Scepanik das Ergebnis für die überforderte Alemannia ein wenig erträglicher gestaltete (90.+5).
„Es ist etwas Besonderes, hier so deutlich zu gewinnen. Wer in Aachen fünf Tore schießt, hat vieles richtig gemacht“, erklärte Trainer Marian Wilhelm und fügte an: „Der Sieg freut mich besonders, weil wir in der Länderspielpause extrem am Umschaltspiel gearbeitet haben. Wir waren heute richtig gut in den Umschaltern und haben viele klare Torchancen gehabt.“ Doch Wilhelm versah sein Lob auch mit einer Mahnung: „Wenn du zu früh zufrieden bist, geht es ganz schnell in die andere Richtung. Wir sind gewarnt, weil die 3. Liga unfassbar eng ist. Da geht es Woche für Woche um alles.“ Das Duell mit Aufsteiger Großaspach bezeichnet Franz Wunderlich deshalb als „Reifeprüfung“. Der Tabellen-17. sei „ein unangenehmer Gegner, der besser ist als seine Ergebnisse“, sagte Kölns Sportvorstand. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen.“