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„Froh, noch am Leben zu sein“Zverevs Gegner Mensik überstand Kollaps auf dem Platz

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French Open

Jakub Mensik steht erstmals in einem Grand-Slam-Halbfinale - und fordert Alexander Zverev.

Jakub Mensik war nach einem Kollaps fast raus. Nun fordert der Tscheche Alexander Zverev im Halbfinale heraus.

Ein Halbfinalduell mit Alexander Zverev schien für Jakub Mensik (20) in jenem dramatischen Augenblick während der ersten Woche der French Open unerreichbar. Der tschechische Spieler war unmittelbar nach der Verwertung des Matchballs in der zweiten Runde auf dem Spielfeld kollabiert. Der über viereinhalbstündige Wettkampf bei 31 Grad hatte ihn völlig entkräftet. Geplagt von Krämpfen, signalisierte er per Handzeichen, dass er medizinische Betreuung benötigte.

„Da war ich einfach nur froh, noch am Leben zu sein“, sagte Mensik später. „Wenn mir direkt da jemand erzählt hätte, dass ich physisch in der Lage sein werde, weitere drei, vier, vielleicht fünf Matches zu bestehen, hätte ich es nicht geglaubt.“

Mensiks beeindruckender Weg ins Halbfinale

Kaum jemand rechnete noch mit Mensik, nachdem der Weltranglisten-27. im darauffolgenden Spiel den ersten Satz mit 0:6 gegen den australischen Top-Ten-Akteur Alex de Minaur abgab. Der junge Tscheche bewies jedoch unbedingten Glauben an sich. Durch enorme Willenskraft und intensive Regenerationsmaßnahmen gelang ihm der Einzug unter die letzten vier Teilnehmer des Pariser Sandplatzturniers. Sein heutiger Gegner im Halbfinale ist um 14.30 Uhr Alexander Zverev, der die Leistung seines Kontrahenten nicht unterschätzen sollte.

Mensik wurde zuletzt medial etwas von den nur ein Jahr jüngeren Talenten Rafael Jódar aus Spanien und João Fonseca aus Brasilien überstrahlt, die beide im Viertelfinale ausschieden. In seiner spielerischen Entwicklung gilt er jedoch als fortgeschrittener im Vergleich zu den beiden Teenagern.

Lob von Tennis-Legenden

„Er verfügt über enormes Ballgefühl und große technische Klasse. Er wird in den nächsten zehn Jahren ein ganz unangenehmer Gegner sein“, sagte Tennis-Idol John McEnroe. „Mir war nicht bewusst, wie schnell Mensik bei dieser Körpergröße ist.“

Der Sieger des Miami-Masters 2025 zeichnet sich jedoch nicht nur durch seine Geschwindigkeit aus, sondern ebenso durch einen äußerst kraftvollen Return. Zusätzlich sichert sich der 1,93 Meter große Spieler mit seinem druckvollen Service zahlreiche direkte Punkte. „Er ist ein wirklich guter Tennisspieler, weil er einfach alles beherrscht“, meinte der ehemalige Profi Mats Wilander.

Physische Belastbarkeit als Unsicherheitsfaktor

Es bleibt allerdings die zentrale Frage nach der Belastbarkeit seines Körpers. Mensik hatte wiederholt mit Krämpfen zu tun, was sich auch während der Medienrunde nach seinem Sieg im Viertelfinale über Fonseca zeigte. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.