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Meistertitel und BreitensportKanu-Klub „Pirat“ in Troisdorf feiert 100-jähriges Bestehen

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Kanupolo ist ein Aushängeschild des Vereins in Troisdorf-Berghem.

Kanupolo ist ein Aushängeschild des Vereins in Troisdorf-Berghem. 

Seit einem Jahrhundert ist der Kanu-Klub mit dem einzigartigen Vereinsnamen aktiv und ist Heimat für Rennsportler, Wanderfahrer und Kanu-Polo.

Am Eschmarer See in Troisdorf  ist ein Stück Vereinsgeschichte lebendig geworden. Der Kanu-Klub „Pirat“ Bergheim (KKP) beging die Feier zu seinem 100-jährigen Bestehen und zeigte eindrucksvoll, weshalb der Traditionsverein seit einem Jahrhundert weit mehr ist als eine sportliche Heimat für Paddler.

Schon der Blick über das Vereinsgelände machte deutlich, was den KKP auszeichnet. Während die jüngsten Kanupolospieler der U12 auf dem Wasser ihre Runden drehten, tauschten sich ehemalige Aktive aus, die dem Verein seit mehr als sechs Jahrzehnten die Treue halten. Dazwischen standen Eltern, Kinder und Enkel. Es war ein Bild, das die Geschichte des Vereins mit heute 260 Mitgliedern besser erzählte als jede Chronik.

100 Jahre Kanuverein Pirat Bergheim: Rosemarie Richter und Klaus Heppelmann

100 Jahre Kanuverein Pirat Bergheim: Rosemarie Richter und Klaus Heppelmann

„Mich hat ein älterer Mann angesprochen und erzählt, dass zunächst er selbst aktives Mitglied war, später sein Sohn und heute bereits sein Enkel bei unserer U12 Kanupolo spielt“, berichtete Pressewart Stefan Günther: „Solche Geschichten zeigen, was unseren Verein ausmacht.“

Gegründet wurde der Kanu-Klub „Pirat“ 1926 von 20 Männern in der Gaststätte „Zur Linde“ in Bergheim. Der ungewöhnliche Vereinsname entstand eher zufällig. Eines der ersten selbstgebauten Boote trug den Namen „Pirat“. Bei der Vereinsgründung wurde die Bezeichnung kurzerhand übernommen. Bis heute ist „Pirat“ damit ein im Deutschen Kanu-Verband einzigartiger Vereinsname.

Wanderfahrer, Rennsportler und Kanupolo beim KPP in Troisdorf

Aus den ersten Wanderfahrten entwickelte sich zunächst eine erfolgreiche Rennsportabteilung, später schrieb vor allem der Kanupolo die sportlichen Schlagzeilen. Deutsche Meistertitel, Bundesligaaufstiege sowie Welt- und Europameisterinnen im Trikot des KKP gehören ebenso zur Vereinsgeschichte wie zahlreiche Nationalspielerinnen und Nationalspieler. Gleichzeitig blieb der Breitensport ein wichtiges Standbein. Wanderfahrer, Rennsportler und Kanupolo-Teams bilden bis heute das Fundament des Vereins.

Den offiziellen Höhepunkt der Jubiläumsfeier bildete die Übergabe der Sportplakette des Bundespräsidenten, die Bürgermeister Alexander Biber dem Traditionsverein überreichte. Zudem erhielt der KKP einen städtischen Zuschuss über 500 Euro. Zu den Gratulanten gehörten außerdem Tanja Gaspers, Dezernentin für Schule und Sport, Gabriele Koch, Vizepräsidentin Freizeitsport des Deutschen Kanu-Verbandes, sowie Rosemarie Richter vom Kreissportbund Rhein-Sieg.

Ein Verein lebt durch Menschen, die anpacken.
Klaus Heppelmann im Vorwort der Jubiläumschronik

Vereinsvorsitzender Klaus Heppelmann erinnerte daran, dass der KKP auch schwierige Zeiten gemeinsam gemeistert habe. „Ein Verein lebt durch Menschen, die anpacken“, schreibt er im Vorwort der Jubiläumschronik und bedankt sich ausdrücklich bei den vielen Ehrenamtlern, Trainern und Unterstützern. Auch Bürgermeister Biber hob die engagierte Vereins- und Jugendarbeit hervor. Der Kanu-Klub sei ein wichtiger Bestandteil der Troisdorfer Sportlandschaft und begleite seit vielen Jahren Talente bis in nationale Auswahlmannschaften.

100 Jahre Kanuverein Pirat Bergheim: Rosemarie Richter und Klaus Heppelmann

100 Jahre Kanuverein Pirat Bergheim: Rosemarie Richter und Klaus Heppelmann

Neben Ehrungen langjähriger Mitglieder demonstrierten die Kanupolo-Teams ihr Können auf dem See, die Wanderfahrer stellten ihre Boote für Schnupperfahrten bereit, und viele Gäste nutzten die Gelegenheit, selbst aufs Wasser zu gehen.

Auch für die jüngsten Besucher blieb genügend Zeit zum Planschen und Baden. „Wir hatten ein sehr schönes Vereinsjubiläum“, zog Günther Bilanz. „Es war zwar sehr warm, aber am Eschmarer See weht fast immer ein leichter Wind, der für eine angenehme Abkühlung sorgt.“