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Kölner Filialen betroffen Darum zieht sich Albert Heijn aus Deutschland zurück

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Albert Heijn schließt seine „to go“-Filialen in Deutschland, darunter auch elf Märkte in NRW.

Mit dem Rückzug der niederländischen Supermarktkette Albert Heijn reiht sich ein weiterer Name in die inzwischen lange Liste ausländischer Lebensmittel-Unternehmen ein, die sich nach nur wenigen Jahren wieder vom deutschen Markt verabschieden. Bis zum Frühjahr 2018 will die Kette sämtliche Mini-Shops in Deutschland schließen, darunter auch die „to go“-Filiale am Kölner Neumarkt sowie die Verkaufsstelle in einer Shell-Tankstelle in Ossendorf.

„In unseren sechs Albert-Heijn-to-go-Geschäften verzeichnen wir ein bescheidenes Wachstum, das in unserer derzeitigen Aufstellung zu geringe Chancen für ein nachhaltiges Geschäft in der Zukunft bietet“, erklärt das Unternehmen den Schritt auf Anfrage. Über die genauen Ursachen lässt sich indes nur mutmaßen.

Viele Produkte sind in Deutschland nur wenig bekannt

Mit seinem beschränkten Umsatz habe es Albert Heijn in Deutschland nicht geschafft, das Sortiment von den niederländischen Wurzeln zu lösen, wie das „Handelsblatt“ schreibt. Aus seiner Herkunft mache das Unternehmen hierzulande kein Geheimnis, vielmehr würde bewusst mit der Nähe zum Nachbarland gespielt, etwa durch das Auslegen der niederländischen Kundenzeitschrift oder durch bilinguale Werbesprüche. Auch die Produktnamen sowie das Sortiment an sich blieben an den eigenen Wurzeln ausgerichtet.

Für einige Kunden ist aber genau das so besonders am Albert-Heijn-Konzept, wie Reaktionen auf Facebook zeigen. Doch verhalf dieses Konzept der Kette des Handelsriesen Ahold Delhaize nie zu ernsthafter Konkurrenzfähigkeit gegenüber Branchenprimus Rewe To Go – trotz Filialen an hoch frequentierten Standorten, etwa am Neumarkt in Köln oder am Duisburger Hauptbahnhof.

Das Unternehmen selbst betont, dass es sich bei der Expansion nach Deutschland in erster Linie um einen Test gehandelt habe, durch den sich offenbar „wertvolle Erkenntnisse über den deutschen Markt“ gewinnen ließen. Das Fazit allerdings könnte ähnlich ausfallen wie jenes des US-Einzelhandelskonzerns Walmart im Jahr 2006: In Deutschland scheint neben Aldi und den Ketten der Edeka-, Rewe- und Schwarz-Gruppe schlicht kein Platz für Exoten zu sein. (pne)