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„Keine Kontrolle“ in NRWBeschlagnahmte Metro-Tochter spendet hohe Summe an Putins Armee

Moskau stellt die russische Metro-Tochter unter Zwangsverwaltung. Kurz darauf fließt viel Geld an Putins Armee.

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Das Logo der Metro ist auf einem Einkaufswagen zu sehen. Die beschlagnahmte russische Tochter des Düsseldorfer Konzerns hat indirekt Geld an die russische Armee gespendet. (Archivbild)

Das Logo der Metro ist auf einem Einkaufswagen zu sehen. Die beschlagnahmte russische Tochter des Düsseldorfer Konzerns hat indirekt Geld an die russische Armee gespendet. (Archivbild)

Die russische Tochtergesellschaft des Düsseldorfer Handelskonzerns Metro hat offenbar ohne Zustimmung des Mutterkonzerns rund eine Milliarde Rubel an eine Organisation gespendet, die Ausrüstung für russische Soldaten an der Front im völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro gingen demnach an die Organisation „Allrussische Volksfront“.

Die Metro AG, ein deutscher Großhandelskonzern mit Hauptsitz in Düsseldorf, erklärte in einer Pressemitteilung, die Spende sei weder mit dem Mutterkonzern abgestimmt noch von ihm genehmigt worden. Seit der Übernahme der russischen Gesellschaft am 28. September habe das Unternehmen keine operative Kontrolle mehr über das Russlandgeschäft.

Düsseldorfer Metro AG distanziert sich „ausdrücklich“

„Die METRO AG distanziert sich ausdrücklich von jeglicher finanziellen Unterstützung des russischen Krieges gegen die Ukraine“, hieß es weiter in der Mitteilung. „Die Finanzierung oder Unterstützung von Kriegshandlungen ist weder mit unserer Position noch mit unserer Geschäftspraxis vereinbar.“

Kremlchef Wladimir Putin. (Archivbild)

Kremlchef Wladimir Putin. (Archivbild)

Der russische Machthaber Wladimir Putin hatte Ende September ein Dekret unterzeichnet, mit dem die russische Metro-Tochter unter die Kontrolle des Kremls gestellt wurde. Metro ist seit 2001 in Russland aktiv und betrieb dort 91 Großmärkte mit rund 9000 Beschäftigten.

Nun verwaltet die russische Managementgesellschaft Torg RUS vorübergehend 100 Prozent der Aktiva von Metro in Russland. Putin hatte im September zudem den Lebensmittelhersteller Nestlé und die französische Warenhauskette Auchan in Russland unter externe Verwaltung gestellt.

Beschlagnahmte Firmen spenden an Putins Armee

Laut der Deutschen Welle wurden auch andere ausländische Unternehmen, die vom Kreml in Russland übernommen wurden, für Großspenden an die „Volksfront“ genutzt. Im Jahr 2026 erhielt der Fonds etwa 1,5 Milliarden Rubel von dem polnischen Unternehmen Can-Pack, eine Milliarde Rubel von der niederländischen Firma Akzo Nobel und 600 Millionen Rubel von der dänischen Firma Rockwool. Alle Unternehmen waren zuvor unter russische Kontrolle gestellt worden.

Der Kreml hatte zu den früheren Entscheidungen erklärt, dass es sich um Unternehmen aus sogenannten unfreundlichen Ländern handle, deren Staatsführungen durch die Hilfe für die Ukraine in den Krieg verwickelt seien. Die Militärhilfe aus diesen Ländern werde aktiv für Schläge gegen die Infrastruktur in Russland genutzt, hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow behauptet.