Seit Montag, 23. Februar, können sich Kölner Firmen wieder für den „Kölner Rahmen“ bewerben. Das Programm unterstützt bis zu 15 Projekte mit jeweils 10.000 Euro.
Kölner RahmenKöln-Business fördert Projekte mit bis zu 10.000 Euro

Daniel Porzig hat 2023 sein Unternehmen Hey Grün gegründet. Durch den Kölner Rahmen hat er 10.000 Euro für die Projektentwicklung bekommen.
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In den Städten wird es durch den Klimawandel immer heißer. Mehr Grün könnte Abhilfe schaffen. Doch davon gibt es zu wenig. Der Kölner Daniel Porzig möchte das ändern. Vor drei Jahren hat er sein Unternehmen Hey Grün gegründet, um Menschen in der Stadt dazu zu bewegen, ihre Dächer zu begrünen. Anfang 2024 bewarb er sich dafür beim Förderprogramm Kölner Rahmen und erhielt 10.000 Euro für sein Projekt zur automatisierten Planung von Dachbegrünungen.
Die Förderung habe ihm geholfen, sich in der Anfangsphase auf den Aufbau des Unternehmens zu konzentrieren. „Wir mussten nicht sofort etwas verkaufen und konnten die übliche Durststrecke eines jungen Unternehmens überbrücken.“ Die größte Belastung sei die eigene Arbeitszeit, sagt Porzig. Die Miete müsse weitergezahlt werden, obwohl der vorherige Job gekündigt sei. Mehrere Monate konnten sie sich querfinanzieren. Seit Ende vergangenen Jahres kann sich Hey Grün über Kundenaufträge selbst tragen.
Das Förderprogramm der Köln-Business Wirtschaftsförderung existiert seit fünf Jahren. Es richtet sich an Unternehmen mit Sitz in Köln und soll Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der lokalen Wirtschaft voranbringen. Dorit Meyer hat den Kölner Rahmen mitentwickelt und begleitet den Auswahlprozess. Sie berät zudem Unternehmen zu Fördermitteln: „Unsere Idee war, Kölner Unternehmen mit guten Ideen für die Stadt zu unterstützen, bevor sie an Finanzierungslücken scheitern.“
Köln-Business stellt dafür 150.000 Euro bereit, 15 Projekte können gefördert werden. Die nächste Bewerbungsphase ist am Montag, 23. Februar, gestartet und läuft bis zum 26. April 2026. Den 10.000-Euro-Zuschuss gibt es branchen- und größenunabhängig für Unternehmen, die digitale oder nachhaltige Lösungen anbieten oder ihre eigene digitale oder nachhaltige Transformation vorantreiben wollen.

Dorit Meyer hat den Kölner Rahmen mitentwickelt und begleitet den Auswahlprozess.
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Mögliche Förder-Anwärter berät Köln-Business. Der Innovationsgrad fließe mit 30 Prozent in die Bewertung ein, sagt Meyer: „Wie unterscheidet sich die geplante Lösung von dem, was bereits am Markt ist?“ Projektziel und wirtschaftliches Potenzial zählen zu 20 Prozent. Zudem gehe es um Zielorientierung, Strategie sowie Ressourcenplanung. Entscheidend sei zudem, ob das Projekt innerhalb eines Jahres umsetzbar sei.
Investitionsmut fördern
Interessierte können den Förderantrag über ein Formular auf der Homepage des Kölner Rahmens stellen. Wichtig: Das Projekt darf noch nicht begonnen haben, es dürfen also keine Kosten entstanden sein. Ein Kosten- und Finanzierungsplan ist jedoch erforderlich.
Das Programm soll das Innovationsklima in der Stadt stärken und Köln als Standort für Gründer und wachsende Unternehmen attraktiver machen. Besonders interessant sei die Förderung für kleine und mittelständische Unternehmen bis 250 Mitarbeitende, sagt Meyer. „Finanzierungslücken sorgen dafür, dass gute Ideen in der Schublade bleiben.“ Dorit Meyer spricht auch von einer merklichen Hebelwirkung für Investitionen: „Allein 2024 löste jeder Euro Förderung rund 2,45 Euro private Investitionen aus, insgesamt etwa 365.000 Euro zusätzlich.“

