Die Deutsche Post hebt das Briefporto im kommenden Januar deutlich an. „Vorbehaltlich der abschließenden Genehmigung durch die Bundesnetzagentur kostet der Standardbrief in Deutschland künftig 1,15 Euro statt wie bisher 95 Cent“, erklärte die Post am Dienstag. Auch Postkarten, Großbriefe und andere Produkte im Inland werden demnach 2027 teurer. Für Briefe ins Ausland sollen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig 1,45 Euro bezahlen.
Die neuen Briefpreise sollen für zwei Jahre gelten. Auch für den Versand von Paketen dürften Privatkunden künftig mehr zahlen müssen: Über die neuen Preise werde sie später informieren, teilte die Post lediglich mit.
Deutsche Post: Briefporto steigt um 20 Cent
Preiserhöhungen seien „unvermeidbar“, erklärte die Vorständin für den Bereich Post und Paket Deutschland, Nikola Hagleitner. „Die Briefmengen sinken seit Jahren deutlich, während die Personal-, Energie- und Sachkosten steigen. Gleichzeitig müssen wir auch künftig ein flächendeckendes Netz aus Briefkästen und Filialen für ganz Deutschland vorhalten.“ Wenn aber immer weniger Briefe über diese Infrastruktur verschickt würden, „steigen die Kosten pro Brief zwangsläufig“.
Die Bundesnetzagentur muss Porto-Preiserhöhungen genehmigen. Die Bonner Behörde hatte vor rund einer Woche mitgeteilt, dass die Post ihre Portopreise für Briefe von Privatkunden sowie Geschäftspost um bis zu 20,35 Prozent erhöhen dürfe. Mit der Breifportoerhöhung reizt die Post diesen Rahmen voll aus. Pakete von Privatkunden dürfen laut Bundesnetzagentur um fast elf Prozent teurer werden. (afp)

