Abo

Machtkampf um CommerzbankUnicredit überschreitet wichtige Marke von 30 Prozent

2 min
Commerzbank-Zentrale in Frankfurt

Seit dem Einstieg der Unicredit im September 2024 wehrt sich die Commerzbank gegen eine Übernahme durch die Italiener. (Archivbild)

Unicredit hält nun über 34 Prozent der Commerzbank-Anteile. Die Führung des deutschen Instituts spricht von einer feindlichen Aktion.

Die Beteiligung des italienischen Finanzinstituts Unicredit an der Commerzbank ist auf 34,35 Prozent angewachsen. Laut einer Mitteilung aus Mailand wurde dieser Zuwachs erreicht, nachdem Aktionäre der Commerzbank im Rahmen eines Kaufangebots Papiere in Höhe von 7,58 Prozent des Stammkapitals zum Erwerb vorlegten. Vor dieser Transaktion belief sich der Anteil des Mailänder Instituts bereits auf 26,77 Prozent.

Ein verpflichtendes und damit wesentlich kostspieligeres Angebot für alle Aktien der Commerzbank wird durch die freiwillige Offerte vom Mai vermieden. Darüber hinaus sichern finanzielle Instrumente dem italienischen Geldhaus den Zugriff auf weitere Anteile des deutschen Instituts.

Tauschangebot unter Börsenkurs

Anstelle einer Barzahlung offeriert das italienische Institut für jede Aktie der Commerzbank 0,485 eigene Aktien. Dieser Tauschwert liegt, basierend auf den letzten Schlusskursen, unter dem Preis, der momentan am Aktienmarkt für ein Commerzbank-Papier erzielt wird.

Bereits im September 2024 hatte Unicredit eine Veräußerung von Bundesanteilen wahrgenommen, um sich umfassend an der Commerzbank zu beteiligen. In der Folge wurden die Italiener zum wichtigsten alleinigen Anteilseigner bei der zweitgrößten Privatbank Deutschlands und überholten damit sogar die Bundesrepublik Deutschland.

Commerzbank-Management lehnt Offerte ab

Unicredit-Chef Andrea Orcel ist ein Befürworter größerer Bankinstitute und verstärkte am 5. Mai den Druck durch eine freiwillige Offerte für alle Commerzbank-Aktien. Dieses Manöver wird von der Führungsebene, dem Betriebsrat sowie den Mitarbeitern der Commerzbank als „feindliche“ Aktion eingestuft und zurückgewiesen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.