Ein großer Teil der Genehmigungen entfiel auf Lieferungen an die Ukraine. Die Zahlen gab das Wirtschafsministerium bekannt.
2022Deutsche Rüstungsexporte im Wert von 8,36 Milliarden Euro genehmigt

Sturmgewehre vom Typ HK416 des Waffenherstellers Heckler & Koch in Oberndorf
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Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr Genehmigungen für deutsche Rüstungsexporte im Gesamtwert von 8,36 Milliarden Euro erteilt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. 2021 hatte das Gesamtvolumen demnach 9,35 Milliarden Euro betragen.
Allein Genehmigungen im Umfang von 2,24 Milliarden Euro entfielen demnach auf Lieferungen an die Ukraine, um das Land gegen den russischen Angriffskrieg zu unterstützen. Zudem habe es Genehmigungen von insgesamt 5,1 Milliarden Euro an EU-, Nato- und gleichgestellte Staaten gegeben. Die Exporte in sogenannte Drittländer abgesehen von der Ukraine wurden mit rund einer Milliarde Euro angegeben.
Das Exportvolumen von Rüstungsgütern insgesamt ist das - hinter dem Höchstwert von 2021 - bislang zweitgrößte seit Bestehen der Bundesrepublik. Die Zahlen decken sich weitgehend mit vorläufigen Angaben, die das Wirtschaftsministerium vor zwei Wochen auf eine Anfrage der Linken-Fraktion hin gemacht hatte. (afp)


