In den Räumen des Tüv Rheinland wird am 24. November über die Bedeutung diverser Lieferketten diskutiert. Kommendes Jahr wird das Lieferkettensorgfaltsgesetz verschärft.
Veranstaltung der GGLBCSymposium diskutiert in Köln die Bedeutung diverser Lieferketten

Die Veranstaltung findet in den Räumen des Tüv Rheinland statt.
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Seit nunmehr fast einem Jahr gilt in Deutschland ein Gesetz mit sperrigem Namen, was für mehr unternehmerische Verantwortung sorgen soll: Das Lieferkettensorgfaltsgesetz (LkSG). Unternehmen mit mehr als 3000 Mitarbeitenden müssen seitdem erstmals rechtsverbindlich dafür sorgen, dass innerhalb ihrer Lieferketten Menschenrechte eingehalten und umweltbezogene Sorgfaltspflichten beachtet werden.
Ab dem 1. Januar wird das Gesetz nun auch auf Unternehmen mit mindestens 1000 Beschäftigten ausgeweitet. In diesem Kontext lädt nun die German LGBTIQ+ Business Chamber (GGLBC) zu einem Symposium ein, das sich mit diversen Lieferketten beschäftigt. Unter dem Titel „Kettenreaktion – auf dem Weg zur diversen Lieferkette“, finden am 24. November von 10 bis 15 Uhr in den Räumen des Tüv Rheinland und hybrid über Zoom verschiedene Diskussionen und Impulsvorträge zum Thema statt.
Unternehmen marginalisierter Gruppen fördern
Als divers betrachtet der GGLBC eine Lieferkette dann, wenn innerhalb dieser Lieferkette ein bestimmter Prozentsatz des Einkaufsvolumens mit marginalisierten Unternehmen, Selbstständigen oder Gewerbetreibenden getätigt wird. Um als solche klassifiziert zu werden, müssen die Zulieferunternehmen zu mindestens 51 Prozent im Besitz einer Person oder Gruppe sein, die zum Beispiel zur LGBTQI+ Community gehört, von einer Frau oder Angehörigen ethnischer oder religiöser Minderheiten oder Menschen mit Behinderung geführt wird.
„Unternehmen profitieren von einer hohen Diversität ihrer Lieferanten – das haben Studien hinreichend belegt“, heißt es beim GGLBC. „Um sich diesen Wettbewerbsvorteil zu sichern, setzen Unternehmen im Rahmen ihres Diversity Managements zunehmend Projekte um, die Vielfalt und Inklusion in ihren Lieferketten fördern.“ Als Beispiel nennt die Kammer entsprechende Programme von Konzernen wie Audi und Bayer.
McKinsey-Studie: Millennials legen Wert auf unternehmerische Verantwortung
Eine Studie, die in diesem Kontext häufig zitiert wird, ist eine Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Diversität dazu beitrage, bessere Arbeitsplätze zu schaffen, höhere Leistungen zu erzielen und den sozialen Aufstieg zu fördern. 64 Prozent der Millennials würden außerdem angeben, nicht für Unternehmen arbeiten zu wollen, die ihrer unternehmerischen Verantwortung nicht nachkommen.
Das Symposium der GGLBC findet in der Kölner Hauptverwaltung des Tüv Rheinland, Am Grauen Stein, 51105 Köln statt. Für die Teilnahme ist eine Registrierung nötig. (elb)
