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Prime Site RhineEuskirchen als neuer Standort für Tesla-Werk im Gespräch

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Euskirchen wird kein Standort für das neue Tesla-Werk. (Archivbild)

Euskirchen/Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen bringt sich als Standort für ein europäisches Werk des amerikanischen Elektroautobauers Tesla ins Spiel.

„Das Land hat über seine Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Invest auf verschiedenen Kanälen Kontakt zu Elektromobilitäts-Anbietern in aller Welt aufgenommen, auch zu Tesla Motors“, teilte das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) habe in einem Brief das Unternehmen über den geplanten Green Battery Campus in Euskirchen als idealen grenznahen Standort informiert.

Seit 2001 laufen die Bemühungen

Der Euskirchener CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem begrüßt es, dass Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart die Prime Site Rhine Region, so der gängige Name für das Areal, bei Tesla ins Spiel gebracht hat. „Die Fläche ist dafür prädestiniert“, so Voussem: „Sie liegt im Herzen Europas, nahe den Wissenschaftsstandorten und den innovativen Elektroauto-Unternehmen in Aachen. Es wäre schön, wenn es gelingen würde, ein Tesla-Werk in den Kreis Euskirchen zu holen.“ Er hoffe, dass sich der Standort gegen die Konkurrenz-Standorte durchsetzen werde.   

Seit 2001 versuchen die Stadt Euskirchen, die Gemeinde Weilerswist, der Kreis Euskirchen und das Land NRW ein Unternehmen auf das 205 Hektar große Gelände zu locken - bislang erfolglos. Bei BMW (2001) und Haribo (2013) war man ganz nah dran, doch letztlich entschieden sich beide für einen anderen Standort: BMW für Leipzig, Haribo für die Grafschaft im Kreis Ahrweiler. Im Dezember 2017 hatte  das Landeskabinett  beschlossen, bei den Standorten landesbedeutender flächenintensiver Großvorhaben wie in Euskirchen/Weilerswist den bisher geltenden Mindestflächenbedarf für die Erstansiedlung von 80 auf 50 Hektar zu reduzieren.

„Giga-Fabrik“ geplant

Tesla hat laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung „The Wall Street Journal“ bei der Suche nach einem großen europäischen Standort auch Rheinland-Pfalz oder das Saarland im Blick. Der US-Konzern habe in Deutschland entsprechende Gespräche mit zwei Bundesländern über eine „Giga-Fabrik“ zum Bau von E-Autos und Batterien unter einem Dach geführt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.Nordrhein-Westfalen habe als herausragender Standort für die Elektromobilität größtes Interesse an der Ansiedlung weiterer Produktionsstätten, betonte das Wirtschaftsministerium.

Die Erfolgsgeschichte des Streetscooters und die Eröffnung der Fabrik für den innovativen Kleinwagen e.GO Life zeigten, dass NRW „mit seinem Netzwerk aus führenden Batterie-Forschungseinrichtungen, qualifizierten Fachkräften und seiner Nähe zu den Märkten in Belgien, Frankreich und den Niederlanden beste Voraussetzungen dafür bietet“. (mit dpa)

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