Flughafen DüsseldorfVerdi ruft zu Streik am Freitag auf

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Flugzeuge stehen auf dem Vorfeld des Düsseldorfer Flughafens

Flugzeuge stehen am Flughafen Düsseldorf. (Archivbild)

Am Flughafen Düsseldorf streiken am Freitag, 27. Januar, die Beschäftigten des Abfertigungspersonals. Der Ausstand soll 24 Stunden dauern.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Angestellten des wichtigsten Abfertigers Aviapartner am Flughafen Düsseldorf zum Warnstreik auf. Der ganztägige Warnstreik soll am Freitag, 27. Januar, um 3.30 Uhr beginnen und 24 Stunden dauern. Der Hintergrund: Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium hatte im Dezember bekannt gegeben, welche Unternehmen ab dem 1. April die Bodenabfertigungsdienste am Düsseldorfer Airport übernehmen werden: Acciona Airport Services, Wisag Aviation Contracting und AAS Deutschland. Nicht mehr dabei ist nach mehr als 20 Jahren Aviapartner, der mit rund 700 Mitarbeitenden bisher größte Abfertiger.

Der Hintergrund: Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium hatte im Dezember bekannt gegeben, welche Unternehmen ab dem 1. April die Bodenabfertigungsdienste am Düsseldorfer Airport übernehmen werden: Acciona Airport Services, Wisag Aviation Contracting und AAS Deutschland. Nicht mehr dabei ist nach mehr als 20 Jahren Aviapartner, der mit rund 700 Mitarbeitenden bisher größte Abfertiger.

Aviapartner lehnt Sozialplan ab

Verdi kritisiert dabei das aktuelle Vorgehen von Aviapartner. Der Gepäck- und Flugzeugabfertiger verweigere einen Sozialplan mit Abfindungen für die vom Arbeitsplatzverlust bedrohten Beschäftigten, heißt es von der Gewerkschaft. „Die berufserfahrenen Beschäftigten der Aviapartner werden nicht pauschal mit ihren jetzigen Bedingungen von den neuen Anbietern übernommen, sondern müssen sich auf ihre bisherigen Tätigkeiten neu bewerben und erhalten unsichere, teils befristete Jobangebote mit deutlich geringeren Einkommen“, sagt Marvin Reschinsky, Verhandlungsführer bei Verdi.

Die Gewerkschaft habe Aviapartner nach der Vergabeentscheidung zu Verhandlungen über einen „Tarifvertrag Sozialplan“ aufgefordert. „Nach dem ersten Verhandlungstermin lehnte Aviapartner es ab, grundsätzlich über einen Tarifvertrag Sozialplan und Abfindungen zu verhandeln“, so Reschinsky.

Alle Beteiligten sind aufgerufen, eine gemeinsame Lösung zu finden, damit dem Flughafen und vor allem den Reisenden tage- und wochenlange Streiks erspart bleiben
Marvin Reschinsky, Verhandlungsführer bei Verdi

Aviapartner ist am Flughafen Düsseldorf Marktführer in der Gepäck- und Flugzeugabfertigung mit einem Marktanteil von rund 75 Prozent. Verdi bedauere die Entscheidung des Verkehrsministeriums, da sie zu einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs auf Kosten der Beschäftigten führe und gleichzeitig die bereits angespannte Abfertigungssituation mit chaotischen Zuständen, wie im vorigen Sommer, am Flughafen Düsseldorf verstärke.

„In Anbetracht dieser existenziellen Situation der Beschäftigten hoffen wir auf das Verständnis der Passagiere. Alle Beteiligten sind aufgerufen, eine gemeinsame Lösung zu finden, damit dem Flughafen und vor allem den Reisenden tage- und wochenlange Streiks erspart bleiben“, so Reschinksy. Bereits vor einer Woche hatte Verdi den Ausstand angedroht. Eine Streikkundgebung ist vor dem NRW-Verkehrsministerium in Düsseldorf um 10:45 Uhr geplant.

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