Die E-Auto-Prämie hilft bei der Etablierung der neuen Mobilität, meint unser Autor
Ford-WerkeE-Auto-Prämie ist gut für Köln

Ford Explorer kurz vor der Abnahme in den Fordwerken in Niehl.
Copyright: Arton Krasniqi
Die Wiedereinführung der E-Auto-Prämie 2026 zeigt Wirkung, das belegen die Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Diese Subvention ist ein notwendiger Impuls, um den schleppenden Absatz zu beleben und Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Sie macht Elektromobilität für Private erschwinglicher, fördert den Umstieg und sichert Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie, auch wenn die soziale Staffelung und Förderung von Kleinwagen diskutiert wird. Die Prämie ist ein essenzielles Instrument, um die CO2-Emissionen im Verkehr zu senken, indem der Kauf von Elektroautos attraktiver gestaltet wird.
Schon bald mehr Gebrauchte
Kritiker sagen, die Prämie befördert in erster Linie, dass sich Menschen ein E-Auto kaufen, die es auch ohne Förderung locker könnten. Das mag sein. Man muss die Prämie aber auf lange Sicht sehen.
Die vielen Tausend Fahrzeuge, die nun dank Prämie gekauft werden, landen in zwei, drei oder vier Jahren auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Dort wird es dann, anders als noch vor wenigen Jahren, schlicht aufgrund der großen Zahl an verfügbaren Autos auch bezahlbare Fahrzeuge für einkommensschwächere Fahrer geben. Indirekt wirkt die Prämie also für einen längeren Zeitraum.
Aus Kölner Sicht ist die Prämie – so sie weiter wirkt – ohnehin eine positive Sache. Das Kölner Ford-Werk hat in den vergangenen Jahren komplett vom Verbrenner auf die Elektromodelle Explorer und Capri umgestellt. Die Existenz des Kölner Ford-Werks hängt maßgeblich vom Gelingen des Elektrokurses der Ford Motor Company ab. Am Standort Köln hat man alles auf eine Karte gesetzt. Alles, was den E-Auto-Absatz von Ford stärkt, hilft bei der Sicherung des Werkes. Die E-Auto-Prämie ist gut für die Umwelt und gut für Köln.
