Der russische Ableger der Handelskette Globus holt sich den Freund Wladimir Putins in den Aufsichtsrat.
Nach Nord Stream und RosneftAltkanzler Schröder übernimmt neuen Job in Russland

Gerhard Schröder (SPD), Bundeskanzler von 1998 bis 2005, aufgenommen in seiner Kanzlei. (Archivbild)
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Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist in Russland zum Mitglied des Aufsichtsrats des russischen Ablegers der Globus-Gruppe geworden. Das bestätigte die russische Hyperglobus GmbH am Freitag. Schröder sei von den Anteilseignern bereits am 30. September in den Aufsichtsrat aufgenommen worden. Der Altkanzler werde an der allgemeinen Unternehmensführung teilnehmen und die strategische Entwicklung der Firma in Russland leiten, hieß es.
Eine Bestätigung des 82-Jährigen, der mit Kremlchef Wladimir Putin befreundet ist, lag zunächst nicht vor. Zur Frage, ob die Personalie mit den kürzlich vom russischen Präsidenten angeordneten Zwangsverwaltungen ausländischer Firmen wie Metro, Auchan oder Nestlé im Zusammenhang steht, äußerte sich Pressedienst der Hyperglobus nicht. Den Angaben nach wurde der russische Ableger seit Januar 2025 von der deutschen Holding abgetrennt und agiert „juristisch und organisatorisch“ eigenständig in Russland.
Gerhard Schröder war bereits für Nord Stream und Rosneft tätig
Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Zum Ende seiner Amtszeit vereinbarte er mit Putin den Bau der Ostseepipeline Nord Stream. Nach seinem Ausscheiden aus der Politik übernahm er Funktionen bei Nord Stream und dem russischen Energiekonzern Rosneft.
Die enge Verbindung zu Putin und Schröders Engagement für russische Energieunternehmen stehen seit Jahren in der Kritik. Auch während des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen. (dpa)

