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Mehr GenehmigungenErstmals seit Jahren dreht Wohnungsbau in NRW ins Plus

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In Nordrhein-Westfalen werden wieder mehr Wohnungen gebaut. (Archivbild)

In Nordrhein-Westfalen werden wieder mehr Wohnungen gebaut. (Archivbild)

Auch Einfamilienhäuser sorgen für den Aufschwung bei Baugenehmigungen. Trotzdem wird weniger gebaut als noch vor ein paar Jahren.

Nach einem jahrelangen Rückgang ist die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Nordrhein-Westfalen erstmals wieder etwas angestiegen. Im vergangenen Jahr seien Genehmigungen für den Bau von knapp 45.000 Wohnungen erteilt worden, teilte das Statistische Landesamt mit. Das seien 10,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Trotzdem wird weiterhin deutlich weniger gebaut als noch vor ein paar Jahren: Im Vergleich zu 2022 ging die Zahl der Baugenehmigungen um rund 24 Prozent zurück.

Den stärksten Anstieg gab es im Jahresvergleich bei Einfamilienhäusern: In diesem Bereich legte die Zahl der Baugenehmigungen um 21,4 Prozent zu. Bei Mehrfamilienhäusern ging es um 4,8 Prozent nach oben.

Mieterbund: Mehr öffentlich geförderte Wohnungen nötig

„Die Trendwende bei den Genehmigungen ist ein positives Zeichen“, sagte Hans-Jochem Witzke, NRW-Landesvorsitzender des Deutschen Mieterbundes. Bauen allein reiche aber nicht aus, wenn überwiegend Einfamilienhäuser und teure Wohnungen gebaut würden. „Wir brauchen gezielt mehr öffentlich geförderten und dauerhaft preisgebundenen Wohnraum. Um den Bedarf zu decken, sind pro Jahr 25.000 neue Sozialwohnungen nötig.“ 

Die Zahlen zu den Baugenehmigungen sind im Moment noch vorläufige Werte. Die endgültige Jahresstatistik will die Behörde Ende April veröffentlichen. (dpa)