Abo

Machtwechsel in der KI-WeltStart-up Anthropic überholt Konkurrent OpenAI bei Bewertung

2 min
KI-Firma Anthropic

Nach einer neuen Finanzierungsrunde ist Anthropic mehr wert als der Konkurrent OpenAI. (Archivbild)

Nach einer neuen Finanzierungsrunde ist das KI-Unternehmen Anthropic nun wertvoller als der ChatGPT-Entwickler OpenAI.

Anthropic, ein Start-up im Sektor der Künstlichen Intelligenz, hat seinen Rivalen OpenAI übertroffen und gilt nun als das höchstbewertete KI-Unternehmen. Infolge einer frischen Finanzierungsrunde, die der Firma 65 Milliarden US-Dollar einbrachte, liegt die aktuelle Bewertung von Anthropic bei 965 Milliarden US-Dollar.

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ legt die Firma damit den rasantesten Bewertungsanstieg in der Historie von Wagniskapital hin. Vor ungefähr drei Monaten wurde der Wert von Anthropic noch auf 380 Milliarden US-Dollar taxiert. Im Gegensatz dazu stand der Rivale OpenAI, welcher 2022 durch ChatGPT die gegenwärtige KI-Welle initiierte, bei einer letzten Bewertung von 730 Milliarden US-Dollar.

Expansion dank „Vibecoding“ und Firmenkunden

Die Gründung von Anthropic erfolgte im Jahr 2021 durch Dario Amodei sowie andere frühere Angestellte von OpenAI. Das Gelingen der Firma beruht hauptsächlich auf der konsequenten Ausrichtung auf Firmenkunden sowie der automatisierten Erstellung von Software. Die Gesellschaft beherrscht mit ihrem Spitzenmodell „Claude Opus 4.8“ das als „Vibecoding“ bezeichnete Verfahren, bei dem eine KI anhand von Anweisungen in Alltagssprache selbstständig Softwarecode generiert.

Dieser Vorteil in der Technologie zeigt sich ebenfalls deutlich in den Unternehmenskennzahlen. Dem Bericht zufolge steuert Anthropic darauf zu, nächsten Monat einen jährlichen Umsatz von 50 Milliarden US-Dollar zu erzielen. Dies folgt auf eine achtzigfache Steigerung der Einnahmen allein im ersten Jahresviertel.

Hohe Investitionen in die Rechnerleistung

Anthropic beabsichtigt, die akquirierten 65 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der eigenen Rechnerleistung zu verwenden, um dem erheblich steigenden Bedarf nachzukommen. Weil die Firma schon früher bei ihrer Rechenleistung an Kapazitätsgrenzen stieß, ist außerdem eine Vereinbarung über nahezu 50 Milliarden US-Dollar mit SpaceX, dem Raumfahrtkonzern von Elon Musk, unterzeichnet worden. Hierdurch sichert sich Anthropic den Zugriff auf die Kapazitäten des „Colossus“-Datenzentrums.

Bei Anthropic wie auch bei OpenAI deuten die Anzeichen auf einen baldigen Börsengang (IPO) hin. Prognosen zufolge könnten beide Konzerne bereits im kommenden Herbst den Gang aufs Parkett wagen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.