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Kölner MotorenbauerDeutz findet Rüstungs-Partner in den USA

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Ein unbemanntes Hypercraft-Fahrzeug vom Typ Razorhead fährt durch eine sandige Umgebung. Staub wirbelt auf.

Deutz und Hypercraft bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich der unbemannten Bodenfahrzeuge wie dem Razorhead weiter aus.

Deutz plant eine weitreichende Zusammenarbeit mit dem US-Rüstungsunternehmen Hypercraft. Gemeinsam könnte eine Plattform für Bodendrohnen entstehen.

Deutz baut sein Netzwerk in der Verteidigungsindustrie weiter aus. Zum Wochenanfang gab das Unternehmen eine weitere Partnerschaft bekannt. Demnach will Deutz in Zukunft eng mit dem US-Unternehmen Hypercraft kooperieren. Dazu sei eine erste Vereinbarung unterzeichnet worden, so Deutz.

Hypercraft setzt bereits auf Deutz-Motoren

Hypercraft baut unbemannte Bodenfahrzeuge. Der neue Deutz-Partner mit Sitz in Provo im US-Bundesstaat Utah gilt als Software-Spezialist und entwickelt eine offene Plattform, an der die Hersteller unterschiedlicher Bodendrohnen andocken können. Hypercraft will den Streitkräften damit helfen, die Fahrzeuge verschiedener Hersteller, nicht selten sind es Start-ups, aus einer gemeinsamen Anwendung heraus zu steuern. Hypercraft vertreibt aber auch eigene Fahrzeuge, in denen bereits Deutz-Motoren zum Einsatz kommen.

Nach Ansicht der beiden Unternehmen ergänzen sich die „Kompetenzen optimal“.  Hypercraft stehe für fortschrittliche Technologien an der „Schnittstelle zwischen Software und Hardware“. Deutz bringe im Gegenzug „umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Motoren und hybridelektrische Systeme“ ein. „Gemeinsam werden wir innovative und zuverlässige Lösungen für weltweite Kunden im Verteidigungsbereich entwickeln“, kündigte Marco Herre, CEO der Business Unit Defense bei Deutz, an.

Montage bei Deutz möglich

Deutz betont, dass auch die Sparte New Tech, so der Bereich, in dem alternative Antriebssysteme, Batterien und Leistungselektronik bei den Kölnern gebündelt sind, von der Kooperation profitieren soll. Das geschehe etwa dann, wenn Hypercraft bei kommenden Modellen seiner Bodendrohnen verstärkt batterieelektrische Deutz-Komponenten einsetzt.

Mittel- und langfristig könnte Deutz auch in die Montage und Endabnahme von Hypercraft-Systemen für den europäischen Markt einsteigen. Deutz ist auch deshalb für Hypercraft als Partner attraktiv, weil der Motorenbauer über ein weltweites Service-Netz verfügt und nach eigener Auskunft Ersatzteile und Wartungskräfte an mehr als 1000 Standorten in über 180 Ländern vorhält.

Türöffner bei US-Kunden

Umgekehrt könnte die Zusammenarbeit für Deutz auch ein Türöffner sein zu militärischen Kunden, speziell in den USA. Deutz wäre frühzeitig, schon bei der Gestaltung der Softwareplattform, an der „Definition operationeller Anforderungen“ beteiligt. Die Kölner hätten also Einblick in die Wünsche potenzieller Abnehmer und könnten sie in die Entwicklung eigener, neuer Produkte einfließen lassen.

Zunächst haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung (MoU) über die geplante Zusammenarbeit unterzeichnet. Konkrete gemeinsame Projekte werden nun erarbeitet und anschließend in separaten Vereinbarungen geregelt.