Obwohl deutsche Firmen weniger Entlassungen planen, gibt das Ifo-Institut noch keine Entwarnung. Eine grundlegende Besserung am Arbeitsmarkt ist nicht absehbar.
Noch keine EntwarnungStellenabbau verlangsamt sich laut Ifo-Institut nur leicht

Von einer Trendwende könne aber keine Rede sein. (Archivbild)
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Arbeitsmarkt: Ifo-Institut sieht weniger Jobkürzungen, aber keine Trendwende
Informationen des Ifo-Instituts zufolge hat sich der Personalabbau in deutschen Firmen leicht abgeschwächt. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer verzeichnete im März einen leichten Anstieg auf 93,4 Punkte gegenüber dem Vormonat, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. „Die Unternehmen planen zwar etwas seltener, Stellen zu streichen. Es ist aber noch zu früh, um von einer echten Trendwende zu sprechen“, erklärte Klaus Wohlrabe, ein Experte des Instituts.
Unterschiedliche Entwicklungen in den Branchen
Wohlrabe zufolge existieren in beinahe allen Wirtschaftszweigen nach wie vor Absichten zum Personalabbau, wenngleich diese nicht mehr so stark wie kürzlich sind. „Der strukturelle Anpassungsprozess in der Industrie hält an“, fügte der Fachmann hinzu. Im Dienstleistungssektor sowie in der Baubranche sei die Zahl geplanter Kündigungen und zusätzlicher Stellenbesetzungen demnach ungefähr ausgeglichen. Im Gegensatz dazu beabsichtige der Handelssektor, vermehrt Mitarbeiter zu entlassen.
Wirtschaftswachstum durch geopolitische Risiken gefährdet
Es wird zwar prognostiziert, dass die Konjunktur in Deutschland dieses Jahr leicht zulegen wird, was teilweise auf das 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket der Regierung zurückzuführen ist. Allerdings verursacht der Konflikt im Iran laut Meldungen der dpa beträchtliche Ungewissheit, insbesondere wegen der stark erhöhten Kosten für Energie.
„Die aktuelle geopolitische Lage bleibt ein Unsicherheitsfaktor“, hob Wohlrabe hervor. „Sollten sich die Rahmenbedingungen weiter eintrüben, könnte das auch den Arbeitsmarkt wieder stärker belasten.“ (red)
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