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Neu geprägtMinisterium muss Silbermünzen für fast 1,4 Millionen Euro einschmelzen

Der Materialpreis stieg so stark, dass zwei geplante Sammlermünzen des Bundes nicht ausgegeben werden konnten.

ARCHIV - 02.02.2026, Bayern, München: Silberbarren liegen beim Edelmetallhändler Pro Aurum in einem Tresor auf einem Tisch. (zu dpa: «Stark gestiegener Silberpreis – Bund muss Sammlermünzen neu prägen») Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Silberpreis ist stark gestiegen.

Der starke Anstieg des Silberpreises im vergangenen Jahr hat das Geschäft des Bundes mit Sammlermünzen durcheinander gebracht. Die Münzen „125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn“ und „Heilige drei Könige“ mussten vor der geplanten Ausgabe zerstört und neu geprägt werden, wie das Finanzministerium dem Grünen-Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer mitteilte. Über das Schreiben, das der dpa vorliegt, hatte zunächst der „Spiegel“ berichtet.

Schäfer kritisierte darin, Steuergeld sei „buchstäblich und fahrlässig geschreddert“ worden. Die Kosten für die Nicht-Ausgabe werden auf insgesamt knapp 1,4 Millionen Euro beziffert.

Münzen erhalten höheren Nennwert

Der Silberpreis war im vergangenen Jahr außergewöhnlich stark gestiegen. Daher konnte der Bund die Münzen 2025 nicht wie geplant ausgeben – ihr Materialwert hatte zwischenzeitlich den aufgeprägten Wert von 20 beziehungsweise 25 Euro überschritten. Die Münzen gibt es nun deutlich verspätet mit einem geringeren Silbergehalt und höheren Nennwerten: 35 und 50 Euro.

Das Ministerium rechnet trotz der Schwierigkeiten mit einem „Münzgewinn im oberen einstelligen Millionenbereich“ für die Staatskasse. (dpa)