Abo

Nach Abbau von 900 ArbeitsplätzenBayer lagert Pharmaforschung weiter aus

2 min
Bayer in Berlin

Das Logo der Bayer AG auf dem Dach eines Bürogebäudes in Berlin.

Köln/Berlin. – Der Leverkusener Bayer-Konzern stellt seine Pharmaforschung in Berlin neu auf und kooperiert mit dem Forschungsdienstleister Nuvisan beim Aufbau eines neuen Forschungszentrums. So sollen rund um die Erforschung kleinmolekularer Wirkstoffe rund 400 Arbeitsplätze entstehen, teilte Bayer am Dienstag mit. Demnach soll die Zusammenarbeit mit Nuvisan dem Konzern dabei helfen, „die Flexibilität und Produktivität seiner Forschung und Entwicklung weiter zu erhöhen“, heißt es.

Bayer behält der Mitteilung zufolge seine übrigen Forschungsaktivitäten in Berlin ebenso bei wie den Hauptsitz der Pharmasparte. Die Partnerschaft folgt dem Abbau von rund 900 Stellen in Bayers konzerneigener Forschung. Zuletzt steckte Bayer etwa zehn Prozent seiner Forschungsmittel in Kooperationen, der Anteil der Fremdforschung soll in den kommenden Jahren jedoch steigen.

35 Milliarden Euro für Zukunftsinvestitionen

Von 2019 bis 2022 will Bayer weltweit rund 35 Milliarden Euro in Zukunftsinvestitionen stecken, mehr als zwei Drittel davon in Forschung und Entwicklung. Unternehmensangaben zufolge entfällt etwa die Hälfte davon auf die deutschen Standorte.

Das könnte Sie auch interessieren:

Der Druck, neue Therapien zu entwickeln, ist bei Bayer groß: Wichtige Pharmapatente laufen in den kommenden Jahren aus, unter anderem jene der Umsatztreiber Xarelto und Eylea. Mit dem Gerinnungshemmer und dem Augenmedikament setzte Bayer im Jahr 2018 gut 5,8 Milliarden Euro um – damit machten sie mehr als ein Drittel des gesamten Umsatzes der Pharmasparte aus.