Abo

Studie des Völklinger KreisNRW-Unternehmen beschäftigen sich häufiger mit Diversitätsmanagement

Lesezeit 2 Minuten
Maren Kogge, Miss Handwerk 2023, sprach Wirtschaftsempfang der Come Out Stiftung und der Regionalgruppe Köln/Bonn des Völklinger Kreises.

Maren Kogge (mit Mikro), Miss Handwerk 2023, sprach Wirtschaftsempfang der Come Out Stiftung und der Regionalgruppe Köln/Bonn des Völklinger Kreises.

Laut einer Studie des Völklinger Kreises liegen NRW-Betriebe beim Diversitätsmanagement vorn. Aber es gibt auch Nachholbedarf. So verlief die Diskussion.

Diversitätsmanagement als Chance für Unternehmen ist das Thema eines Wirtschaftsempfangs in der Geschäftsstelle der Kölner Handwerkskammer anlässlich des Christopher Street Day gewesen. Eingeladen hatten der Völklinger Kreis, ein Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbstständiger, zusammen mit der Come Out Stiftung.

Diskussionsbasis war eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie des Völklinger Kreises, der zufolge Diversitätsmanagement in NRW in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) häufiger Anwendung finde als in anderen Bundesländern.

Studie zu Diversitätsmanagement zeigte Stärken NRWs – und Entwicklungspotenzial

Sie zeigte aber auch auf, dass NRW in anderen Punkten Nachholbedarf habe: KMU in dieser Region hätten weniger Kompetenz im Diversitätsmanagement und in den hiesigen Betrieben, die noch gar keine Maßnahmen für Diversität umsetzten, arbeiteten weniger LGBTQI+ als in vergleichbaren befragten Unternehmen außerhalb von NRW.

Als Geschäftsführer des Kölner Mittelständlers Brauerei zur Malzmühle Schwartz sprach Michael Rosenbaum von einem Beispiel, wie er Diversität in seinem Betrieb fördere: Neue Angestellte müssten mit dem Arbeitsvertrag eine Präambel unterschreiben, andere Menschen nicht wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Religion zu diskriminieren.

Entertainerin Lilo Wanders, Vorstandsmitglied der Come Out Stiftung, sagte, es müsse in Betrieben von Anfang an ein Empowerment für queere Menschen geben, das trage zum Erfolg bei. Gast war auch Maren Kogge, Miss Handwerk 2023 und Geschäftsführerin eines Malermeisterbetriebs. Sie sprach sich dafür aus, Diversität unter Angestellten im Handwerk zu fördern, da sonst Potenzial verloren ginge. (juh)

KStA abonnieren