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Milliarden-Deal in BerlinUber legt Angebot für Lieferdienst Delivery Hero vor

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Delivery Hero

Ein neuer namhafter Besitzer steht bei Delivery Hero vor der Tür.

Der US-Konzern Uber hat ein Kaufangebot für den Lieferdienst Delivery Hero vorgelegt und ist bereits Großaktionär.

Ein Kaufinteresse des US-Konzerns Uber am Essenslieferdienst Delivery Hero wurde von diesem bestätigt. Laut einer Mitteilung des im MDax notierten Unternehmens aus Berlin vom Samstag ist Uber mit einem Vorschlag von 33 Euro pro Aktie an die Gesellschaft herangetreten, um diese vollständig zu erwerben.

Die Offerte von Uber unterschreitet somit den letzten Kurs vom Freitag. In den zurückliegenden Tagen hatte die Aktie von Delivery Hero, angetrieben von Gerüchten über ein mögliches Kaufangebot, einen starken Anstieg verzeichnet. Der Wert der Papiere erhöhte sich binnen der vergangenen zwei Wochen um beinahe 70 Prozent und erreichte zum Handelsschluss auf Xetra am Freitagnachmittag 33,59 Euro. Im nachbörslichen Geschäft auf der Plattform Tradegate stieg der Preis weiter auf 35,50 Euro, wodurch die Firma eine Marktkapitalisierung von knapp über zehn Milliarden Euro erreicht.

Folgen einer Akquisition für Verbraucher in der Domstadt

Obwohl Delivery Hero seinen Firmensitz in Berlin unterhält, ist das Unternehmen seit der Veräußerung des deutschen Geschäftsbereichs an den Konkurrenten Just Eat Takeaway (Lieferando) in Deutschland nicht mehr geschäftlich aktiv. Im Gegensatz dazu unterhält der amerikanische Konzern Uber mit Uber Eats einen eigenen Lieferservice, der in zahlreichen deutschen Metropolen präsent ist. Global gesehen gehört Delivery Hero dank seiner bedeutenden Marktstellung in Asien, dem südlichen Europa, auf der arabischen Halbinsel sowie in Afrika zu den führenden Anbietern für Essenslieferungen.

Uber hat seine Anteile jüngst stark erhöht

Bei Delivery Hero ist Uber schon jetzt ein wichtiger Aktionär. Der Essenslieferdienst informierte am Montag darüber, dass das US-Unternehmen nun 19,5 Prozent der Anteile und zusätzlich 5,6 Prozent über Optionen besitzt. Vor dieser Entwicklung hatte Uber seinen Anteil von rund 7 Prozent auf beinahe 18 Prozent erhöht.

Laut einer Meldung der Agentur Bloomberg vom Freitagabend, die sich auf Informationen aus der Finanzbranche stützt, kontaktiert Uber derzeit auch weitere Aktionäre. Die holländische Investmentfirma Prosus hält momentan noch circa 16,8 Prozent. Prosus hatte sich im Rahmen der Übernahme des Wettbewerbers Just Eat Takeaway dazu bereit erklärt, seinen Anteil an Delivery Hero zu verringern. An nächster Stelle steht Aspex Management mit einem Anteil von 14,4 Prozent.

Gemäß einer Pflichtveröffentlichung vom Freitag kontrolliert die amerikanische Bank Morgan Stanley über 30 Prozent an den Aktien, hauptsächlich auf indirektem Wege über Finanzinstrumente. Den Informationen aus Finanzkreisen nach soll das Geldhaus Uber bei der raschen Erhöhung seiner Beteiligung durch den Einsatz von Derivaten unterstützt haben. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.