Köln – Die Bielefelder Oetker-Gruppe erwartet infolge des Krieges in der Ukraine und der Corona-Pandemie signifikante Kostensteigerungen. Diese würden sie „zu Preiserhöhungen und Maßnahmen zur Kosteneinsparungen zwingen“, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
„Zielsetzung dabei ist, möglichst wenig der Kostensteigerungen an die Verbraucher weiterzureichen“. Gleichzeitig müssten „die notwendigen Mittel“ erwirtschaftet werden, um auf den Weg gebrachte Innovationen fortführen zu können.
Starke Belastungen
Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Beschaffungs- und Logistiksituation werde die Sparte infolge des Ukraine-Krieges „weiterhin erheblich und leider stark zunehmend“ belasten. Dr. Oetker sprach von prozentual hoch zweistellig wachsenden Kosten von Rohwaren. Eine ähnliche Entwicklung gebe es bei Verpackungsmaterialien, Transportleistungen sowie Energie. An den mittelfristigen Planungen halte man trotzdem fest.
2021 hatte die Lebensmittelsparte der Dr. Oetker-Gruppe 3,71 Milliarden Euro erwirtschaftet. Trotz einer Normalisierung der Märkte nach dem coronabedingten Ausnahmejahr 2020 habe man damit auf dem hohen Umsatzniveau des Vorjahres gelegen. Zum Gewinn machte das Unternehmen keine genauen Angaben, sprach aber von einem „noch auskömmlichen Ergebnis“.
Unternehmen investiert weniger
Dr. Oetker nannte in dem Zusammenhang „sehr herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen“ mit spürbaren Verteuerungen beim Einkauf im zweiten Halbjahr. Mit 136 Millionen Euro investierten die Unternehmen der Sparte knapp 13 Prozent weniger als 2020.
Zur Sparte gehören die Unternehmen Dr. Oetker mit Pizzen, Kuchen, Backmischungen und Desserts sowie der Tiefkühl-Tortenhersteller Coppenrath & Wiese. Zwei Drittel des Spartenumsatzes wurden im Ausland erwirtschaftet. Die Beschäftigtenzahl kletterte um zwei Prozent auf gut 17 900. (elb, mit dpa)
