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Wegen ZinsanstiegGebrauchte Immobilien in der Region werden erstmals günstiger

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Blick auf Einfamilien- und Reihenhäuser in Köln.

Blick auf Einfamilien- und Reihenhäuser in Köln. (Archivbild)

Mit dem Anstieg der Hypotheken- und Anlagezinsen sinken die Preise für gebrauchte Häuser in der Region. Neue Immobilien werden teurer.

Jahrelang kannten die Immobilienpreise im Rheinland nur eine Richtung: steil nach oben. Mit dem Anstieg der Hypotheken- und Anlagezinsen ändert sich das gerade wieder. „Es gibt eine erste Entlastung für Käufer von Gebrauchtimmobilien – wenn auch ausgehend von einem hohen Niveau. Gebrauchte Einfamilienhäuser und Reihenhäuser sind von Juni bis Dezember 2022 günstiger geworden“, sagen die Kölner LBS-Gebietsleiter Varujan Catak und Oliver Nolte.

Der Angebotspreis für ein gebrauchtes Einfamilienhaus in Köln lag Ende 2022 demnach bei rund 850 000 Euro. Das ist im Vergleich zum Juni 2022 ein Rückgang um etwa fünf Prozent. Gebrauchte Reihenhäuser kamen zum Jahreswechsel für 599 000 Euro auf den Markt, im Sommer 2022 lag der Preis bei 679 500 Euro (minus zwölf Prozent). Eine gebrauchte Eigentumswohnung kostete im Dezember 4774 Euro pro Quadratmeter (plus zwei Prozent).

Basis sind laut der Bausparkasse die Angebotspreise aller Print- und Online-Inserate (Empirica Preisdatenbank). Die tatsächlich verhandelten Verkaufspreise könnten derzeit darunter liegen, so die LBS.

Neubau-Preise steigen weiterhin in Köln

Anders als auf dem Gebrauchtmarkt gehen die Preise im Neubau-Bereich in ersten Segmenten nicht zurück: Eine neu errichtete Eigentumswohnung lag im Dezember bei 7787 Euro pro Quadratmeter, acht Prozent mehr als im Sommer. Ein neu gebautes Einfamilienhaus in Köln wurde laut der Bausparkasse für durchschnittlich 899 100 Euro angeboten. Das sind 36 Prozent mehr als im Juni.

Reihenhäuser und Doppelhaushälften sind als Neubau für 691 950 Euro auf den Markt gekommen (Die spürbare Veränderung zum Juni: etwa minus neun Prozent). „Im Neubau gibt es wegen hoher Material- und Handwerkerkosten weniger Spielraum für Preissenkungen – eine Abflachung der Kostensteigerung ist deshalb schon ein Erfolg“, so Varujan Catak und Oliver Nolte von der LBS weiter.