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Hohe VerbraucherpreiseReallöhne in Deutschland so stark gesunken wie noch nie

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ILLUSTRATION - Der Posten „Netto" ist auf einer Lohnabrechnung zu sehen.

Der Posten „Netto“ ist auf einer Lohnabrechnung zu sehen.

Besonders die gestiegenen Verbraucherpreise und die hohe Inflation sind der Grund für diese schlechte Entwicklung.

Im vergangenen Jahr sind die Reallöhne in Deutschland so stark gesunken wie noch nie seit Beginn der statistischen Zeitreihe im Jahr 2008. Die vergleichsweise hohe Inflation von 7,9 Prozent hat die Steigerung der Nominallöhne von 3,4 Prozent vollständig zunichte gemacht und zusätzlich die Kaufkraft der Arbeitnehmer ins Negative gedrückt.

Eine Grafik zeigt Tariflöhne, real und nominal -Entwicklung seit 2010.

Tariflöhne, Real- und Nominalentwicklung seit 2010.

Nach vorläufigen Auswertungen nannte das Statistische Bundesamt am Dienstag für die Reallöhne einen Rückgang von durchschnittlich 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Wert war in der Corona-Krise bereits seit zwei Jahren rückläufig.

Im Jahr 2020 hatte zunächst der Einsatz von Kurzarbeit zu einer negativen Lohnentwicklung geführt. In den vergangenen zwei Jahren war dann der schnelle Anstieg der Verbraucherpreise der wichtigste Grund für den Schwund bei den Reallöhnen. Wegen einer Änderung des Berechnungsschemas sieht sich das Bundesamt nicht in der Lage, die Entwicklung für einzelne Wirtschaftszweige aufzuzeigen. (dpa)