Das Zündorfbad, mit Vierjahreszeitenbecken und Wildwasserrutsche, feiert sein fünfzigjähriges Bestehen mit einem großen Event. Ein Rückblick.
Nach umfassenden Modernisierungen50 Jahre Zündorfbad – Jubiläum mit großer Sommer-Pool-Party

Das Zündorfbad feiert sein 50-jähriges Bestehen.
Copyright: René Denzer
Als Kerstin Hammer vor 25 Jahren bei der Kölnbäder GmbH angefangen hat, hätte sie sich nie träumen lassen, dass sie irgendwann im Zündorfbad auch wirklich arbeiten wird. Und das, obwohl sie eigentlich als Schichtleiterin für Zündorf angestellt worden ist. Jetzt feiert das Zündorfbad 50-jähriges Bestehen und Kerstin Hammer ist Teil dieser Geschichte.
Und die hat viel mit Erneuerungen zu tun. Bereits 1998 stand die Generalmodernisierung des Zündorfbads auf der Agenda der Kölnbäder. Im Blick war dabei nicht nur die technische und bauliche Erneuerung, sondern auch moderne Angebote und Attraktionen. Ein Vierjahreszeitenbecken gehörte genauso dazu wie eine Wildwasserrutsche und eine Saunalandschaft.

Die Planungen für das Kombibad in Porz-Zündorf waren noch von der Stadt Porz eingeleitet worden, nach der Eingemeindung führte die Stadt Köln das Projekt fort. Das Hallenbad eröffnete am 4. August 1976, der Freibadbereich folgte 1978.
Copyright: Kölnbäder GmbH
50 Jahre Zündorfbad: Hochwasser, Rohrbruch, Verzögerungen
Während der Planungsphase 1999 hatten die Kölnbäder mit einer zügigen Umsetzung der Umbaumaßnahmen gerechnet. Doch aus den geplanten zwölf Monaten Schließzeit wurde nichts. Denn wegen der Nähe zum Rhein waren aufwendige Gründungsarbeiten und Hochwasserschutzmaßnahmen erforderlich. Die brachten den Zeitplan gehörig durcheinander. Das Problem dabei war das Wasser. Schon der Baubeginn im September 2000 musste wegen Hochwasser verschoben werden. Am Ende konnten die Arbeiten nach 16 Monaten Bauzeit abgeschlossen werden. Doch mit der Eröffnung zu Beginn des Jahres 2002 wurde es nichts. Es gab einen Rohrbruch und der Keller des Bads wurde unter Wasser gesetzt. Fast einen Meter hoch stand das Wasser. Teilweise neue technische Anlagen wurden erheblich beschädigt. Am 18. Januar 2002 war es dann endlich so weit. Das Bad konnte eröffnet werden. 7,5 Millionen Euro Kosten standen damals zu Buche.

Seit Jahren ist das Zündorfbad der Arbeitsplatz von Björn Nickel (l.) und Kerstin Hammer.
Copyright: René Denzer
Und seitdem ist das Bad ein echter Hingucker, findet Hammer. Seit 2006/2007 arbeitet die heutige Badleiterin nun im Zündorfbad. „Ich finde, das ist eins der schönsten Bäder, die wir in Köln haben.“ Sie selbst schätzt besonders den Freibadbereich mit seinem alten Baumbestand. Der Bereich ist mit 36.000 bis 40.000 Quadratmetern riesig. Es gibt verschiedene Spielangebote für Kinder und ein Schwimmbecken. Warum das nicht größer ist, „da müssen sie die Planer von damals fragen“, sagt Badleiterin Hammer.
Mit damals ist die Zeit der Eingemeindung von Porz nach Köln im Jahr 1975 gemeint. Köln hatte im Zuge der Eingemeindungen nicht nur das Stadtbad Porz und das Rodenkirchener Hallenbad „geerbt“, sondern auch die Verpflichtung zum Bau dreier weiterer Bäder. Eins wurde in Lövenich gebaut, eins in Porz-Wahn. Die Planungen von Zündorf waren noch von der Stadt Porz eingeleitet worden. Die Stadt Köln setzte dieses Projekt fort. Das Hallenbad in Zündorf wurde am 4. August 1976 eröffnet, der Freibadbereich folgte 1978.

Das Zündorfbad hat einen riesigen Außenbereich mit Spielmöglichkeiten für Kinder und ein Schwimmerbecken.
Copyright: René Denzer
30 Jahre später hat Björn Nickel seinen Dienst in Zündorf angetreten. Er ist Fachangestellter für Bäderbetriebe und in dieser Funktion reißt er in seiner Schicht ordentlich Kilometer ab. Nicht im Wasser, sondern an Land. „Zehn bis 15 Kilometer kommen da schon zusammen“, sagt Nickel. Denn wie seine Kolleginnen und Kollegen ist Nickel viel im Schwimmbad unterwegs.
Das ist anders als andere Schwimmbäder. Während andere Bäder oft so aufgebaut sind, dass es ein Becken für Schwimmer und Nichtschwimmer gibt und vielleicht auch ein Sprungbecken, ist das in Zündorf nicht so. Hier hat das Hallenbad im Grunde nur ein Becken. Sprich: Die Besucherinnen und Besucher schwimmen alle im gleichen Wasser. Nur ist das Becken unterteilt in Nichtschwimmer, Sprungbereich und Schwimmer. Einzig das Babybecken und das Vierjahreszeitenbecken draußen sind separat. In letzterem endet auch die Wildwasserrutsche. Die unterscheidet sich erheblich von anderen Rutschen in Kölner Schwimmbädern. Denn hier gibt es keinen Auslauf wie andernorts. „In Zündorf klatscht man richtig ins Wasser“, sagt Nickel.
Den runden Geburtstag des Zündorfbads feiert die Kölnbäder GmbH mit einer großen Party. Die steht unter dem Motto „Jeck op Freibad“ und findet am Samstag, 6. Juni, von 14 bis 18 Uhr statt. So ist mit dem Zephyrus Discoteam eine große Sommer-Pool-Party mit DJ, Animateuren und jeder Menge Action im und am Wasser angesagt.
Im Wasser warten aufblasbare Großspielgeräte, Wasserspiele und Mitmachaktionen auf die Besucherinnen und Besucher. Auch auf der Liegewiese und am Beckenrand finden Spiel- und Bewegungsaktionen bis hin zu kleinen Wettbewerben statt.
Bei gutem Wetter ist die Veranstaltung im Freibadbereich. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird das Programm ins Hallenbad verlegt.
Für die Jubiläumsparty wird kein zusätzlicher Eintritt erhoben. Es gilt der reguläre Badeintritt: Kinder unter sechs Jahren zahlen 0,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 4,20 Euro, Erwachsene 6,30 Euro.
Begleitet wird die Veranstaltung von mehreren Informationsständen. Die Auszubildenden der Kölnbäder informieren über Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten im Unternehmen.
