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Perseiden 2026Perfekte Bedingungen für Sternschnuppen – die besten Beobachtungsorte rund um Köln

7 min
Eine Sternschnuppe ist während des Geminiden-Meteteorstroms am Sternenhimmel über einem Baum zu sehen.

Eine Sternschnuppe ist während des Geminiden-Meteteorstroms am Sternenhimmel zu sehen. (Archivbild)

Die Perseiden erreichen im August ihren Höhepunkt. 2026 sind die Bedingungen, sie zu sehen sehr gut. 8 Orte mit guter Sicht auf die Sterne.

Im August erreichen die Perseiden wieder ihren Höhepunkt und sorgen für eines der bekanntesten Himmelsspektakel des Jahres. Der Meteorstrom ist bereits seit Ende Juli aktiv und bringt noch bis in die zweite Augusthälfte zahlreiche Sternschnuppen hervor. Die besten Chancen bietet jedoch die Nacht vom 12. auf den 13. August. Dank des Neumonds herrschen in diesem Jahr besonders gute Beobachtungsbedingungen ohne störendes Mondlicht. Wer möglichst viele Sternschnuppen sehen möchte, sollte einen dunklen Ort aufsuchen und in Richtung Nordosten zum Sternbild Kassiopeia – dem markanten „Himmels-W“ – blicken.

Bereits am frühen Abend des 12. August wartet mit einer partiellen Sonnenfinsternis ein weiteres Himmelshighlight. Wer beide Naturschauspiele erleben möchte, braucht einen Beobachtungsplatz mit freiem Rundumblick: Die Sonnenfinsternis ist tief im Westen zu sehen, die Perseiden scheinen später aus nordöstlicher Richtung über den Himmel zu ziehen.

  1. Datum: Nacht vom 12. auf den 13. August 2026
  2. Uhrzeit: Zwischen 22:00 Uhr abends und 04:00 Uhr morgens
  3. Anzahl: 50 bis 70 Sternschnuppen pro Stunde

Sternschnuppen-Nacht im August rund um Köln

Wer dem künstlichen Licht der Stadt entfliehen will, um Sternschnuppen besser sehen zu können, sollte einen Beobachtungspunkt außerhalb der großen Städte wählen oder zumindest Orte in der Stadt, an denen es dunkler ist. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt.

1. Sternenpark Nordeifel

Zwei Sternschnuppen am Nachthimmel über der Eifel.

Der Nachthimmel in der Nähe von Nettersheim in der Eifel. (Archivbild)

Besonders wenig Lichtverschmutzung gibt es im Nationalpark Eifel. Seit 2019 hat der Sternenpark die Anerkennung als Schutzgebiet erhalten und ist damit als erster International Dark Sky Park in Deutschland ausgewiesen. Hier wird sich bewusst für den Schutz des nächtlichen Sternenhimmels eingesetzt. Der Sternenpark ist ein Paradies für Astronomen, denn in den Wäldern und geschützten, offenen Flächen steht kaum ein Haus. Die Sternwarte der Astronomie-Werkstatt Sterne ohne Grenzen“ bietet regelmäßig Führungen rund um den sternenreichen Himmel im Nationalpark in deutscher und englischer Sprache an. Sie sind schnell ausgebucht, für August 2026 gibt es noch ein paar wenige Termine. Anmeldung über die Webseite.

Aber auch wer sich selber auf den Weg macht, bekommt viel zu sehen. Zwei gute Beobachtungsplätze sind am „Freizeitgelände Weißer Stein“ in Hellenthal-Udenbreth und „Schöne Aussicht“ in Nideggen-Schmidt. Die Sternenwarte liegt auf dem Internationalen Platz Vogelsang – unweit der Bundesstraße 266 zwischen Schleiden-Gemünd und Simmerath-Einruhr.

Sternenwarte Vogelsang IP, 53937 Schleiden | sterne-ohne-grenzen.de


2. Rauf auf das Siebengebirge

Nebelschwaden vor Bergen des Siebengebirges.

Nebelschwaden vor dem Siebengebirge. (Archivbild)

Der Verein Sternwarte Siebengebirge nutzte den Drachenfels in den vergangenen Jahren bei trockenem Wetter regelmäßig als Beobachtungsort für die Perseiden. Inzwischen hat sich der Verein jedoch aufgelöst – die Mitglieder beschlossen dies auf der Mitgliederversammlung im November 2025. Der Tipp bleibt dennoch bestehen: In der Sternschnuppennacht bietet der Drachenfels weiterhin gute Bedingungen für den Blick auf den Nachthimmel. Der Gipfel ist dann nur zu Fuß erreichbar; vom Parkplatz aus dauert der Aufstieg etwa 45 Minuten.

Die Margarethenhöhe in Königswinter im Stadtteil Ittenbach ist ein beliebter Startpunkt für Wanderungen. Doch auch nachts oder in den frühesten Morgenstunden lohnt es sich, den Wanderparkplatz anzusteuern: Auf 320 Metern Höhe im Naturschutzgebiet Siebengebirge ist man den Sternen gleich ein gutes Stück näher. Von hier aus kann man ein schönes Fleckchen Erde suchen, von dem aus der Himmel gut sichtbar ist.

Zum Parkplatz (kostenpflichtig): Mit dem Auto über die A59 und B42 bis Ausfahrt Königswinter, dann auf der Ferdinand-Mülhens-Straße (L331) Richtung Ittenbach bis Margarethenhöhe, Parkplatz an der Einmündung Löwenburger Straße.

Im Siebengebirge gibt es weitere schöne Aussichtspunkte, von denen man den Himmel gut im Blick hat. Zum Beispiel den kleinen und großen Ölberg oder den Geisberg.

Parkplatz Margarethenhöhe, an der L331, 53639 Königswinter | siebengebirge.com | auf Google Maps anzeigen


3. Vulkanregion Laacher See

Hinter dem Laacher See geht die Sonne unter.

Der Laacher See am Abend. (Archivbild)

Zum Sterne gucken muss es nicht unbedingt ein hoher Berg sein: Relativ gute Sicht auf die Himmelskörper bietet beispielsweise auch die idyllische Seenlandschaft der Vulkaneifel. Denn auch über Seen hat man häufig einen weiten, ungestörten Blick und in Wassernähe kommen zudem noch Urlaubsgefühle auf. Bei ganz glatter Oberfläche könnten sich die Sterne sogar im Wasser spiegeln. Hobby-Astronomen können sich am Laacher See, nahe der Benediktinerabtei Maria Laach, einen Platz suchen. Da der Ort in der Nähe des Geoparks Vulkanland Eifel liegt, stören hier ebenfalls kaum Lichtquellen den Blick in Richtung des dunklen Himmels.

Der Laacher See ist das größte Naturschutzgebiet in Rheinland-Pfalz und vulkanischen Ursprungs. Er ist umgeben von Waldzonen und Wiesen, auf denen sich sicherlich ein schönes Plätzchen mit Blick in den freien Himmel finden lässt.

Laacher See, 56653 Glees | vulkanregion-laacher-see.de | auf Google Maps anzeigen


4. Sonnenberg in Odenthal-Voiswinkel

Blick vom Sonnenberg auf Köln.

Der Blick vom Sonnenberg, in weiter Ferne kann man die Spitzen des Doms und den Colonius sehen. (Archivbild)

Im Bergischen gibt es einige Orte, an denen man der Großstadt entkommen kann und trotzdem noch einen schönen Blick auf sie hat. Beispielsweise auf dem Sonnenberg in Odenthal-Voiswinkel, der auch Teil einer Wanderroute ist. Von hier aus kann man sogar die Türme des Kölner Doms erblicken. Tagsüber ist man der Sonne – der wichtigste Stern für uns Erdbewohner – besonders nah. Dank der weitläufigen Wiesen kann man auch in der Nacht, wenn sie denn klar ist, den Himmel fast in alle Richtungen nach tanzenden Sternen absuchen. Über die Oberborsbacher Straße gelangt man noch hinter der Tagungsstätte „Haus Sonnenberg“ zu einem Wanderparkplatz, der gleich an die Wiesen grenzt. Die Wege von dort aus sind asphaltiert, ein barrierefreier Besuch also möglich.

Parkplatz Sonnenberg: Oberborsbacher Straße 35, 51519 Odenthal | Auf Google Maps anzeigen


5. Rodderberg in Wachtberg

Sternschnuppe am Nachthimmel.

Den Nachthimmel zu beboachen, ist immer wieder toll. Besonders schön wird es, wenn Sternschnuppen das Sternenbild ergänzen.

Wer gerne im Rhein-Sieg-Kreis wandert, hat vielleicht schon Erfahrung auf der Feuerroute gesammelt. Diese führt von Wachtberg bis Rheinbach und greift an sechs Stationen das Thema „Feuer“ auf. Eine dieser Stationen ist der Rodderberg, der jüngste Vulkan im Drachenfelder Ländchen. Diese Anhöhe bietet eine wunderbare Sicht auch auf den Himmel. Ein Vorstandsmitglied des Vereins Sternwarte Siebengebirge empfiehlt diesen Ort auch zum Sternegucken. Insbesondere wegen der tollen Rundumsicht eigne sich dieser Platz besonders gut.

Die Route, die er empfiehlt, um dorthin zu gelangen, gibt es hier zu sehen. Der Weg führt zur Broichhofkappelle, die sich neben dem Gut Broichhof und ein wenig oberhalb der Station Rodderberg befindet. Von hier kommt man auch gut zum Aussichtspunkt Rodderberg.

Rodderberg in Wachtberg | auf Google Maps anzeigen


6. Tomburg

Tomburg mit Bäumen drumherum. Von oben hat man eine schöne Weitsicht.

Tomburg mit Bäumen drumherum. Von oben hat man eine schöne Weitsicht. (Archivbild)

Die um 900 n. Chr. erbaute Tomburg thront auf einem alten Vulkankegel in der Nähe von Rheinbach und ist heute eine malerische Ruine mit erhaltenem Bergfried. Ihre erhöhte Lage macht sie zu einem hervorragenden Ort für Himmelsbeobachtungen, vor allem in klaren Sommernächten während der Sternschnuppenzeit und in der Sternschnuppen-Nacht im August. Beobachter können sich auf den umliegenden Wiesen vor der Burg oder zwischen den Bäumen mit Picknickdecken niederlassen. Hier oben, fernab von Straßenlaternen und städtischem Licht, entfaltet sich die volle Pracht des Sternenhimmels. Wer Glück hat, kann in klaren Nächten sogar die Milchstraße erkennen.

Der Wanderparkplatz an der Tomberger Straße 901 bietet eine gute Ausgangsbasis für den kurzen Aufstieg zur Burgruine. Auch tagsüber lohnt sich der Besuch: Der Ort ist nicht nur geschichtsträchtig, sondern bietet zudem ein schönes Panorama über die Voreifel.

Tomburg, Parkplatz, Tomberger Str. 901, 53359 Rheinbach | Auf Google Maps ansehen


7. Wahner Heide

Blühende Erika (Heidekraut ) in der Wahner Heide Ende August. (Archivbild)

Blühende Erika (Heidekraut ) in der Wahner Heide Ende August. (Archivbild)

Wer nicht weit aus Köln herausfahren möchte, für den ist die Wahner Heide eine gute Alternative. Als eines der größten und artenreichsten Naturschutzgebiete Nordrhein-Westfalens ist sie auch ein bekannter Beobachtungsort für den Nachthimmel in der Region. Offene Heide- und Wiesenflächen bieten vielerorts einen freien Blick in den Himmel – ideal, um es sich mit einer Decke oder einem Picknick gemütlich zu machen.

Am besten sucht man sich eine möglichst freie Fläche mit etwas Abstand zu Bäumen und den hellsten Lichtquellen. Zwar ist die Lichtverschmutzung durch den nahegelegenen Flughafen Köln/Bonn und umliegende Ortschaften höher als an abgelegeneren Orten, dennoch sind die Bedingungen deutlich besser als in der Kölner Innenstadt.


8. In der Kölner City

Der Weg der beleuchteten Brücke am Herkulesberg bei Nacht, im Hintergrund ist der Kölner Dom zu sehen.

Die Brücke am Herkulesberg bei Nacht. (Archivbild)

Und wenn es doch die Innenstadt sein muss? Wer es nicht schafft, für die Sternschnuppennacht ins Umland zu fahren, muss sich nicht grämen. Auch in der Kölner Innenstadt gibt es – trotz der starken Lichtverschmutzung – einige Orte, an denen sich zumindest die helleren Sternschnuppen beobachten lassen. Zwar sind die Bedingungen hier längst nicht so gut wie fernab der Stadtlichter, mit etwas Glück und Geduld lohnt sich der Blick in den Nachthimmel aber dennoch. Am besten eignet sich ein Platz, der möglichst wenig von Straßenlaternen und anderen Lichtquellen beeinflusst wird und einen freien Blick auf den Himmel bietet.

Der Rheinpark kommt dafür zum Beispiel infrage. Auch vom Herkulesberg aus sorgt die erhöhte Lage für eine gute Sicht auf den Himmel. Von Kölnerinnen und Kölnern werden außerdem immer wieder die Südbrücke und der Bereich rund um das Schokoladenmuseum als gute Orte genannt, um den Blick in den Nachthimmel schweifen zu lassen. Im Kölner Süden bietet sich zudem der Forstbotanische Garten in Rodenkirchen als vergleichsweise ruhiger Beobachtungsort an.

Herkulesberg Köln, 50670 Köln, Rheinpark, 50679 Köln | Herkulesberg auf Google Maps anzeigen