Es ist kahl geworden im Garten. Inzwischen ist das Laub von den Bäumen gefallen. Im Gegensatz zu meinem alten Garten, der am Waldrand lag, ist das, was hier herunterkommt, eigentlich ein Klacks. Doch bin ich erstaunt, wie viele Blätter so ein Apfel, eine Zwetschge und eine Quitte haben. Auch der Hartriegel war plötzlich wie leergefegt, jetzt kommen seine roten Zweige zur Geltung.
Beet umbauen
Ein Beet habe ich umstrukturiert: Zwei Meter eines Seitenstreifens habe ich gerodet und von Giersch befreit – bleibt abzuwarten, für wie lange. Die Felsenbirne steht jetzt dort, vorher war sie an einem völlig ungeeigneten, viel zu engen Platz. Hier wird sie sich entfalten können. Auch das Johannisbeerbäumchen vom Balkon ist jetzt in der Gartenerde, wo es hoffentlich gut anwächst. Zwei kleine Wiesenknöpfe und einen tiefviolett blühenden Storchschnabel, beides Mitbringsel aus meinen alten Garten, habe ich dazwischengepflanzt. Eine Freundin hat mir noch Blumenzwiebeln zugesteckt, „Fritillaria meleagris“, die Schachbrettblume. Die Wildpflanze gehört eigentlich in eine feuchte Wiese, aber ich habe sie ins Beet gepflanzt und hoffe, dass sie sich auch dort wohlfühlt.
Das Gemüsebeet ist fast leer, Wintergemüse habe ich in diesem Jahr nicht. Nur Petersilie, eine Reihe Mangold und ein paar Rote Bete, eine rundliche Sorte, sind noch in der Erde.
Die anderen, länglichen Rote Bete, von der alten Sorte „Crapaudine“, sind schon geerntet. Sie waren eher klein und bizarr geformt. Eigentlich bekommen sie lange kräftige Rüben, die ähnlich wie große dunkelrote Möhren aussehen. Bei mir waren es hutzelige Würzelchen, die nicht groß wurden, weil sie zu dicht zusammenstanden – ich hatte sie nicht richtig vereinzelt. Durch Steine im Boden sind sie unregelmäßig gewachsen. Doch das tat dem Geschmack keinen Abbruch: Ein Salat aus den gekochten Beten war eines der leckersten Gerichte, die der Garten in diesem Jahr hervorgebracht hat.
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Was im November im Garten zu tun ist:
ZIERGARTEN
Rosen, wurzelnackte Sträucher und Bäume pflanzen. Letzte Blumenzwiebeln setzen und gut abdecken mit Kompost, Erde oder auch Laub.
Boden lockern, je nach Beschaffenheit mit Kompost, Sand, Lehm verbessern. Einbringen von Mist, Kalk, Urgesteinsmehl.
Komposthaufen auf- und umschichten, Laub mit anderen Gartenabfällen gut mischen und mit reifem Kompost impfen. Blätter von Buche, Eiche und Walnuss enthalten viel Gerbstoffe. Gut mit anderen Gartenabfällen mischen, die Zersetzung geht dann schneller. Reifen Kompost verteilen.Düngung mit Kalium steigert die Frosthärte.Beet- und Edelrosen auf 40-60 Zentimeter abschneiden und anhäufeln. Strauchrosen anhäufeln. Rückschnitt oder Auslichtungsschnitt erst im Frühjahr.Gartenteiche mit Laubnetzen überspannen.Teichpflanzen zehn Zentimeter über dem Wasser abschneiden für eine natürliche Belüftung bei Zufrieren.Vliese bereithalten und empfindliche Pflanzen schon bei den ersten Frösten schützen. Frühfröste gefährden zum Beispiel Herbstmargeriten, Silberkerzen und Winterastern. Bei Abdeckung mit leichtem Vlies bleiben sie länger schön.Kübelpflanzen, die draußen bleiben, mit Luftpolsterfolie oder Styropor isolieren oder als Gruppe zusammenstellen und schützen.
GEMÜSEGARTEN
Rosenkohl und Grünkohl werden solange wie möglich auf den Beeten gelassen und nach Bedarf geerntet.Lauch, Endivien und Feldsalat und Topinamburknollen ernten.Feldsalat und Spinat können jetzt noch gesät werden. Auch Bärlauch (Allium ursinum) benötigt niedrige Temperaturen, damit er keimt.Frühbeete mit Noppenfolie isolieren.
OBSTGARTEN
Mispeln, Schlehen und Sanddorn können nach dem ersten Frost geerntet werden. Bei kleinen Früchten ganze Triebe schneiden.Die letzten Walnüsse und Haselnüsse werden nun aufgelesen, auch Quitten spätestens jetzt ernten.Eingelagerte Früchte regelmäßig auf Fäule und Reifegrad überprüfen.Steckhölzer von Johannisbeeren und Holunder schneiden, sie können direkt gesteckt werden.Kernobst – Äpfel und Birnen – sowie Weinreben können jetzt geschnitten werden.Kompost auf Baumscheiben und unter Beerensträuchern geben.Stämme von Obstbäumen mit Kalk oder Lehmschlämme gegen Frostrisse schützen.Bäume mit Obstbaumkrebs jetzt nicht schneiden, es besteht Neuinfektionsgefahr.Liegen gebliebenes Obst einsammeln, das hält den Befall mit Wühlmäusen gering und verringert Krankheiten.Gärtnermeisterin Ursula Gerke
