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Neue Stauden im HerbstDas ist im Oktober im Garten zu tun

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Die Herbstanemone zeigt ihr schönes Gesicht.

Köln – Aufbruchstimmung herrscht in diesen Wochen in meinem Garten. Zwar fallen schon die ersten Blätter, und das Gemüsebeet ist so gut wie leer. Die letzten Bohnen sind geerntet, die Rote Bete auch schon abgeräumt, da offenbar die Schnecken auf den Geschmack gekommen sind. Sie haben runde Höhlen in die Knollen geraspelt. Der Feldsalat keimt, lässt sich aber Zeit – in dieser Jahreszeit dauert alles viel länger als im Frühjahr. Und der Palmkohl ist noch nicht so weit. Zeit, sich um die Staudenbeete zu kümmern.

Schätze aus der Staudengärtnerei

Über den Sommer hinweg ist die Liste mit Pflanzen, die ich gerne im Garten haben möchte, immer länger geworden. Dann endlich der langersehnte Ausflug in eine holländische Staudengärtnerei, aus der ich den Kofferraum voller Schätze mitgebracht habe: Tiefrotes Sedum „José Aubergine“, Geranium „Ann Folkard“, Argentinisches Eisenkraut (Verbena bonariensis), Chinaschilf (Miscanthus sinensis) und andere Gräser, Wiesenrauten (Thalictrum) und die von Piet Oudolf gezüchtete „Augustkönigin“, eine violette Echinacea. Was nicht vorrätig war, etwa Echinacea pallida, eine Wildform des Sonnenhutes, habe ich bestellt, außerdem den Wiesenknopf (Sanguisorba „Tanna“), Mandelwolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) und Zierlauch-Zwiebeln (Allium aflatunense „Purple Sensation“).

Das ist im Oktober im Garten zu tun:

Zwei Nachmittage habe ich mit Pflanzen verbracht. Altes wurde ausgegraben und verschenkt, die jungen Stauden an ihren Platz gesetzt. Etwas verloren sehen sie noch aus, scheinen die Abstände doch recht groß, aber ich bin zuversichtlich, dass im Frühjahr alles wachsen wird.

Ganz allmählich nimmt auch die Schattenecke im Garten Form an. Wo den Sommer über Wildwuchs entstanden war, sind nun zwei große Funkien (Hosta), und mehrere Elfenblumen (Epimedium), die ich geschenkt bekommen habe. Hinzu kommen ein Kerzenknöterich mit weißen Blütenrispen (Persicaria amplexicaulis „Alba“), der besonders im Gegenlicht schön aussieht, und ein ebenfalls geschenkter Ableger, den ich als roten Fadenknöterich (Persicaria filiforme) identifiziert habe: Er trägt winzige leuchtend rote Blütchen. Diese Pflanzen sollen die Ecke unter den Bäumen, neben den Regenwasserfässern und dem Kompost, allmählich in einen Schattengarten verwandeln.

Viel Abfall produziert so ein Garten. Der erste Komposter ist längst gefüllt, der zweite bereits zur Hälfte. Ein Jahr wird es dauern, bis der Kompost reif ist, und so habe ich eine Wagenladung aus der städtischen Kompostierung besorgt. Tonnenschwer wiegen die 45-Liter-Säcke in der Schubkarre, und doch scheint sich ihr Inhalt auf den Beeten nur so zu verlieren. Ein hoffentlich letztes Mal in diesem Jahr gehe ich auf Jagd nach dem Roten Sauerklee. Das Kraut wächst überall: In Ritzen, zwischen Stauden, unter dem Kohl. Im Rasen ignoriere ich ihn vorerst, doch sonst wird rigoros gejätet. Bewährt hat sich: Mit einem Fugenkratzer das Erdreich lockern, um die langen Wurzeln möglichst komplett herausziehen zu können. Die Ausläufer sind meist noch nicht tief verwurzelt, sie lassen sich leicht entfernen. Tückisch wird es, wenn der Klee bereits geblüht und Samenschoten angesetzt hat. Bei Berührung platzen diese auf und schleudern die Saat heraus. Im kommenden Jahr wird es also mit dem Jäten weitergehen.