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Koreanisches Restaurant Feuerfleisch und Kimchi im Bulgogi-Haus

Die Farben der koreanischen Flagge finden sich im Bulgogi-Haus in der Einrichtung wieder.

Die Farben der koreanischen Flagge finden sich im Bulgogi-Haus in der Einrichtung wieder.

Die Familie An hat ein kleines Wunder vollbracht: ein kulinarisches Highlight in Weidenpesch. Nicht, dass Weidenpesch so furchtbar wäre, aber (Wie sage ich das jetzt diplomatisch?) es war eine durchaus überraschende Erkenntnis.

Korean Barbecue

Vor circa sieben Jahren beschäftigten sich die Eltern von Geschäftsführer Hyun-Jae An mit eben dieser Frage: Womit können wir Gäste nach Weidenpesch locken? Die Familie betrieb zu diesem Zeitpunkt noch den koreanischen Imbiss „Do Re Mi“ gegenüber der Musikhochschule. Schnell entschied man sich für eine traditionelle Form der Gastronomie, die sich nicht nur in Korea größter Beliebtheit erfreut, das Korean Barbecue.

In Asien zelebriert

Die Farben der koreanischen Flagge finden sich im Bulgogi-Haus in der Einrichtung wieder.

Die Farben der koreanischen Flagge finden sich im Bulgogi-Haus in der  Einrichtung wieder.

Diese sehr gesellige Art des Essens wird in weiten Teilen Asiens zelebriert: Der Gast grillt selber am Tisch, man tauscht sich aus, probiert dieses und jenes, Schüsselchen werden weitergereicht, es wird getunkt, gedippt, gewickelt und schnell sind zwei Stunden um. Menschen, die sich lieber an ihrem höchst eigenen Tellergericht festhalten und eine latente Form von Futterneid entwickeln, sollten sich vielleicht einen Plan B zulegen.

Holzkohle-Grill am Tisch

Das Bulgogi-Haus bietet genau ein Menü an. Als Vorspeise werden selbstgemachte koreanische Maultaschen gereicht. Die knusprigen Teiglinge sind mit Gemüse, Glasnudeln und Sojabohnen gefüllt und schmecken würzig-saftig. Dann geht’s an den Grill. Dieser ist in den Tisch eingelassen und wird mit Holzkohle auf Temperatur gehalten. Über jedem Tisch hängt zwar eine Dunstabzugshaube, aber ein gewisser Grillgeruch lässt sich im Anschluss nicht abstreiten.

Sehr guter Service im Bulgogi-Haus

Der Reihe nach werden rohe und marinierte Fleischstücke gereicht: Schwein, Rind und Ente. Den Abschluss machen Tintenfisch und Garnelen. Der Service im Bulgogi-Haus ist unglaublich aufmerksam und hilfsbereit. Jedem Gast wird genauestens und sehr geduldig erklärt, was wie funktioniert, was wie scharf ist und was wie gegessen wird. Bulgogi bedeutet übersetzt Feuerfleisch. Nicht weil es so scharf ist, sondern weil es gegrillt wird.

Fleisch in rohe Salatblätter gewickelt

Die gegrillten Fleischstücke werden klassisch in rohe Salatblätter gewickelt und als kleines Päckchen komplett verzehrt. Diese Art zu essen heißt Ssam. Hierfür baut Familie An im Sommer selber Sesamblätter an. Aber letztendlich ist es dem Gast selbst überlassen, wie er was isst. Im Beilagen-Buffet finden sich koreanische Spezialitäten wie Rindfleischsuppe, Seetangsalat, Chilischoten in fermentierter Bohnenpaste, gepresster Fisch und natürlich die Nationalbeilage: Kimchi. Gewisse Stimmen munkeln, es handele sich hier um den besten fermentierten Kohl der Stadt.

Mein persönlicher Favorit war allerdings der Gurken-Kimchi. Genau diese Frage lässt sich ganz hervorragend in einer gemütlichen Runde um den Tischgrill diskutieren. Dafür fahr ich sogar nach Weidenpesch.

Bulgogi-Haus, Neusser Str. 654, ☎ 0221/2788896, Öffnungszeiten: Di bis So: 18 bis 23 Uhr

**Das Restaurant wurde von uns zuletzt besucht im Januar 2017**

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Diese Gerichte haben wir probiert

Bulgogi-Menü // Vorspeise, drei Grillteller, Beilagen vom Buffet und Digestif // 19,90 Euro

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Maeshil-Schorle // Koreanische Pflaumensaftschorle // 3,20 Euro

Blütentee // 2,80

**Restaurant wurde von uns zuletzt besucht im Januar 2017**