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Gutes MaterialKnallharte Reifen fürs Radfahren

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Köln – Radfahren kann so schön sein, wenn man unterm Sattel gutes Material hat und sein Können richtig einsetzt. Das ist das Credo von Professor Helmut Lötzerich, Rad-Experte an der Deutschen Sporthochschule Köln. Zum City-Bike und Trekking-Rad – nach wie vor die Renner – gesellen sich laut Lötzerich zwei Aufsteiger: Das E-Bike und das 29-Mountainbike. Die Zahl 29 steht für 29-Zoll-Reifen, also ein größeres Laufrad. „Der Vorteil ist, dass man sicherer in steilem Gefälle fährt und nicht so schnell über den Lenker absteigt“, sagt Helmut Lötzerich.

Mountainbikes sind nichts für die Fahrt zum Supermarkt, sondern für Touren im Wald und Gelände. 1000 bis 1500 Euro sollte man schon für ein taugliches Mountainbike anlegen. Trecking-Räder oder gute City-Bikes, die um die 800 bis 1000 Euro liegen, sind bestens geeignet für Familien-Ausflüge. Wer zur Arbeit radeln will, ist mit einem Cross-Rad ganz gut bedient.

Deutlich teurer sind die boomenden E-Bikes. „Das Herz eines E-Bikes ist der Akku. 800 oder 900 Euro kostet ein guter Akku“, so Lötzerich. Aber egal welche Fahrrad-Variante man wählt: Räder sollten mindestens einmal im Jahr gewartet werden, was in einer Werkstatt rund 80 Euro kostet. Wer gut radeln will, braucht genügend Luft in den Reifen. „80 Prozent aller Radler fahren mit zu wenig Luft. Knallharte Reifen haben den besten Lauf, bieten die höchste Sicherheit und den geringsten Verschleiß“, “ sagt der Experte.

Wer mit zu hohem Gang fährt, schlafft schnell ab. „Besser sind niedriger Gang und schnelle Trittgeschwindigkeit. Pro Minute 100 Umdrehungen als Trittfrequenz sind optimal. So kann ich locker zwei bis drei Stunden radeln“, sagt Lötzerich. Radel-Anfänger neigen zum Fahrstil: treten, rollen lassen, treten. „Dabei werden die Muskeln nicht gut durchblutet und die Beine ermüden, weil sich Laktat ansammelt.“ Nicht gut für Beine und Trittwinkel ist, wenn der Sattel zu niedrig ist. „Wenn man im Sattel sitzt und mit den Füßen nicht mehr den Boden berührt, das ist die optimale Höhe.“