Abo

1014 WohnungenKöln AG baut 27 Prozent mehr – doch Stadt erreicht Zielvorgabe nicht

2 min
5F9ED800098A037C

Die wachsende Stadt benötigt mehr Wohnungen. 

Köln – Die Unternehmen der Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen (Köln AG) haben ihr Bautätigkeiten im vergangenen Jahr gesteigert. Die AG, zu deren Mitgliedern unter anderem die GAG und verschiedene Genossenschaften gehören, haben nach eigenen Abgaben 2020 insgesamt 2270 Wohnungen in Köln und Umgebung fertiggestellt. Das seien 27 Prozent mehr als 2019. Allein in Köln sind demnach 1014 neue Wohnungen entstanden. „Und alle sind entweder öffentlich gefördert oder freifinanziert im preisgünstigen Segment“, sagt Köln-AG-Vorsitzende Kathrin Möller, die auch Vorstandsmitglied der GAG ist.

772 Millionen Euro investiert

Damit dürften die angeschlossenen Unternehmen ein großen Teil aller neuen Kölner Wohnungen des vergangenen Jahrs beigesteuert haben. Die Stadtverwaltung hatte den Bau von jährlich insgesamt 6000 neuen Wohnungen als Zielvorgabe ausgeben, was bislang bei weitem nicht erreicht wurde. Im vorvergangenen Jahr sind rund 2100 neue Wohnungen entstanden.Insgesamt hätten die angeschlossenen Unternehmen 772 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung in Köln und dem Umland investiert – 213 Millionen Euro mehr als 2019, teilt die Köln AG weiter mit. In den kommenden Jahre würden die Bauaktivitäten weiter zunehmen. 2020 seien in Köln weitere 1343 Wohnungen genehmigt worden. „Darüber hinaus standen zum Jahresende 2020 noch Baugenehmigungen für rund 1300 Wohnungen in Köln aus“, sagt die Arbeitsgemeinschaft, die mit etwa 100.000 Wohnungen ein Viertel des gesamten Kölner Mietwohnungsbestand stellt. Die Durchschnittskaltmiete der Wohnungen der Köln-AG-Unternehmen habe 6,91 Euro pro Quadratmeter betragen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Überdies hat die Köln AG im vorigen Jahr aus ihrem Bestand 1285 Wohnungen für geflüchtete Menschen mit dauerhafter Bleibeperspektive zur Verfügung gestellt.