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Bürgerhaus Kalk Heftige Proteste bei AfD-Veranstaltung – Sieben Festnahmen

„Kalk bleibt glücklich“: Demo vor dem Bürgerhaus

„Kalk bleibt glücklich“: Demo vor dem Bürgerhaus

Köln – Rund 2000 Menschen haben am Sonntagnachmittag in Kalk gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD demonstriert. Mit Bannern wie „Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen“ oder „Nationalismus raus aus den Köpfen“ protestierten sie vor dem Bürgerhaus Kalk, wo die Kölner AfD ihren Europawahlkampf eröffnete. Gefolgt waren sie einem Aufruf der Initaitive „Köln gegen Rechts“ und verschiedener Gruppen aus dem Stadtteil.

„Köln ist unsere Stadt. Faschisten haben hier kein Zuhause“, sagte Yusuf Af von der Föderation demokratischer Arbeitervereine bei der Kundgebung. Die Kölner hätten bereits schlechte Erfahrungen mit Rassismus gemacht, sagte er in Anspielung auf das Bombenattentat in der Keupstraße. Nachbar Sascha Molter (38) war mit seiner Frau und drei Kindern zur Demo gekommen. „die AfD passt nicht nach Kalk. Das Viertel ist jung und multikulturell.“ Die Rechtspopulisten würden das „Klima im Stadtteil vergiften“, sagte Demonstrant Peter Bach (71).

Polizei stellt dutzende Personalien fest

Vor der Veranstaltung war es zu Rangeleien mit der Polizei gekommen. Nach Angaben der Polizei versuchten Demonstranten eine der drei Sperrstellen zu durchbrechen. Daraufhin habe man Pfefferspray eingesetzt. 

Alles zum Thema Polizei Köln

Die Versammlung im Bürgerhaus war gegen 19.15 Uhr gestartet, Teilnehmer der Versammlung störten durch dauerhaftes Klatschen, Gesänge und Zwischenrufe den Verlauf aber in grober Weise. Der Leiter sprach daraufhin die Störer mehrfach an und forderte sie zur Ruhe auf. Als dies nicht wirkte, forderte er sie auf, den Raum zu verlassen.
Da die Störer den Raum nicht freiwillig verließen, führten Polizisten insgesamt 41 Personen aus dem Saal. Zu Widerstandshandlungen kam es dabei nicht.

Gegen diese Gruppe leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren ein und erteilte ihnen Platzverweise. Um 20.50 Uhr endete die Veranstaltung.

Initiatoren geben Polizei Schuld an „aufgeheizter Stimmung“

Während des Einsatzes stellten Polizisten vor dem Bürgerhaus fest, dass ein Demonstrationsteilnehmer (29) per internationalem Haftbefehl gesucht wurde. Insgesamt nahmen die Polizisten sieben Personen in Gewahrsam.

Die Initiatoren des Protestes gaben der Polizei die Schuld an einer „aufgeheizten Stimmung“, weil Demonstranten zunächst nicht durch die Sperrstellen gelassen worden seien. (red)