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Asiatische Hornisse in KölnSo viel bezahlt die Stadt, um die Nester zu entfernen

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Zum Teil sind die Einsätze in Sachen Hornisse sehr aufwendig, wie hier 2025 vor einem Kindergarten. Dort musste ein Nest der asiatischen Hornisse durch einen Imker über eine Drehleiter der Feuerwehr entfernt werden. 

Wenn eine konkrete Gefahr besteht, kümmern sich Fachleute nach wie vor um die Nester. 

Die Asiatische Hornisse hat sich in Köln fest etabliert: Allein bis Mitte September wurden der Stadt in diesem Jahr 130 Nester der invasiven Art gemeldet, Tendenz weiter steigend. Vor allem mit dem Laubfall werden derzeit vermehrt bislang unentdeckte Nester in Baumkronen sichtbar. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre rechnet die Stadt in den kommenden Wochen mit einem weiteren Anstieg der Meldungen.

Wie die Stadt mit den Nestern umgeht, hat sich allerdings verändert. Grund dafür ist eine Neubewertung auf Bundesebene: Bis März 2025 war die Untere Naturschutzbehörde verpflichtet, jedes gefundene Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) sofort zu beseitigen, da die Art sich damals noch in einer frühen Ausbreitungsphase befand. Das Bundesumweltministerium stuft die Art seit April jedoch als „weit verbreitet“ ein – eine Beseitigungspflicht für die Stadt gibt es also nicht mehr.

Grundstückseigentümer müssen die Entfernung selbst bezahlen

In der Praxis bedeutet das: Im öffentlichen Raum wird die Stadt nur noch aktiv, wenn eine konkrete Gefahr besteht, zum Beispiel in der Nähe von Kitas, Schulen, Spielplätzen, in Parks oder Schwimmbädern. Nach Aussage der Verwaltung geschehe das in mindestens der Hälfte der gemeldeten Fälle. Auf privatem Grund und wo keine solche Gefährdung vorliegt, müssen Grundstückseigentümer die Entfernung seit März selbst organisieren und bezahlen (wir berichteten).

Für die Stadt selbst ist der Aufwand erheblich: Die Bekämpfung eines einzelnen Nests in einer Baumkrone kostet laut Verwaltung derzeit rund 1300 Euro. Das schreibt sie in einer Antwort an die Fraktion der Grünen. Diese hatte im Umweltausschuss nach dem Umgang der Stadt mit der invasiven Art gefragt. Im Einsatz für die Entfernung der meist in Baumkronen hängenden Nester sind ein Hubsteiger, der von einer Person bedient wird, eine geschulte Fachkraft sowie mindestens zwei Sicherungsposten nötig – auch deshalb, weil ein gestörtes Nest mit einem Massenangriff reagieren kann. Die Kolonien sind mit bis zu 2000 Tieren deutlich größer als die heimischer Hornissen. 

Asiatische Hornissen sitzen auf ihrem Nest.

Asiatische Hornissen sitzen auf ihrem Nest.

Stadt Köln: 30 Meter lange Lanze soll Einsätze günstiger machen

Um die Kosten für die aufwendigen Einsätze künftig zu senken, bereitet die Stadt aktuell den Einsatz einer bis zu 30 Meter langen Lanze vor, mit der Nester vom Boden aus bekämpft werden können. Ohne Hubsteiger und mit weniger Personal.

Eine finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus Imker- und Naturschutzverbänden gibt es von der Stadt Köln bislang nicht. Zu Beginn der Ausbreitung habe die Untere Naturschutzbehörde jedoch Schulungen für städtische Mitarbeitende und Imker organisiert. Wer finanzielle Hilfe sucht, muss sich derzeit an das Land wenden: Das NRW-Landwirtschaftsministerium zahlt Imkerinnen und Imkern Pauschalen für Schutzausrüstung (250 Euro) und Bekämpfungstechnik (2000 Euro) sowie Prämien für die Entfernung von Nestern – je nach Größe 150 oder 300 Euro.

Wer ein Nest entdeckt, sollte ihm nicht zu nahe kommen. Die asiatischen Hornissen greifen zur Verteidigung an und stechen, wenn sie sich selbst oder ihr Nest bedroht sehen. Insbesondere sollten Vibrationen wie ein Rütteln des Nests in jedem Falle vermieden werden. Gemeldet werden kann es bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt sowie auf einem digitalen Meldeportal.