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„Car-Friday“Kölner Polizei kündigt Kontrollen wegen Raser an

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Ein Polizeifahrzeug fährt mit Blaulicht und hoher Geschwindigkeit auf der Cäcilienstraße.

Ein Polizeifahrzeug fährt mit Blaulicht und hoher Geschwindigkeit auf der Cäcilienstraße.

Der Feiertag gilt in der Tuning-Szene als inoffizieller Saisonauftakt – auch in Köln.

Die Polizei hat mit Blick auf den „Car-Friday“ verstärkte Kontrollen angekündigt. „Wir beteiligen uns an den landesweiten Schwerpunktkontrollen und werden im gesamten Stadtgebiet im Einsatz sein, um unerlaubte Rennen zu unterbinden“, sagte eine Sprecherin der Behörde.  

Der Feiertag gilt für die Tuning-Szene als eine Art Startschuss in die Saison, in der sie traditionell ihre aufgemotzten Fahrzeuge präsentieren wollen. Dabei kommt es aber auch regelmäßig zu problematischem Verhalten. Überhöhte Geschwindigkeiten, gefährliche Überholmanöver, Lärmbelästigung bis hin zu illegalen Rennen kommen an diesem Tag auch in Köln verstärkt vor. 

Fast 20 Prozent mehr verunglückte durch zu schnelle Autos

Szene-Hotspots sind seit Jahren der Bereich um den Tanzbrunnen in Deutz sowie die Alfred-Schütte-Allee in Poll. Dort hat die Stadt in den vergangenen Jahren umfangreiche Umbauarbeiten rund um die Allee vorgenommen, um die Poser- und Raserszene auszubremsen. Im vergangenen Jahr installierte die Stadt eine Schranke – von Freitag um 18 Uhr bis Montag um 6 Uhr soll sie den Rasern den Weg Richtung Alt-Poll versperren. Doch laut Anwohnern schlängeln sich viele Autos einfach an der Schranke vorbei – die Szene sei nach wie vor in Poll präsent, hieß es im vergangenen Jahr.

Die Polizei begegnet den Rasern und Posern mit einer Null-Toleranz-Politik, wie sie in den vergangenen Jahren mehrmals betonte. 

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 358 Verunglückte aufgrund überhöhter Geschwindigkeiten von Autos, das bedeutet einen Anstieg von 18,2 Prozent. 65 Menschen wurden bei diesen Unfällen schwer verletzt, zwei Menschen starben. Insgesamt hat die Polizei 37.636 Unfälle im Jahr 2025 registriert, das sind drei Prozent mehr als 2024. Dabei zählte die Polizei insgesamt 5650 Verunglückte, 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. (fho)