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Neues Angebot im Kölner NordenFrauenschwimmen im Chorweilerbad erfolgreich gestartet

Eine Bürgerinitiative hatte für exklusive Schwimmzeiten für Frauen geworben. Bei den ersten Terminen der Pilotphase zeigt sich eine hohe Nachfrage.

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Aktivistinnen für und Unterstützer:innen des Frauenschwimmens stehen am Rand eines Schwimmbeckens.

(von links nach rechts): Sultan Kulak, Udo Barnick vom Bäderbeirat, Marita Heider und Bircan Altun von der Bürgerplattform „Stark! Im Kölner Norden“, Marc Riemann von der Kölnbäder GmbH sowie der frühere Bezirksvertreter Wolfgang Kleinjans und Merve Şahin-Yılmaz freuten sich über den guten Start des Frauenschwimmens.

Seit Mitte September ist das Chorweilerbad am Samstagnachmittag für zwei Stunden Frauen und ihren Kindern vorbehalten. Bereits mit den ersten Terminen hat das neue Angebot des „Frauenschwimmens“ für einen Rekord gesorgt: „Die höchsten Besucherzahlen, die das Chorweilerbad an einem Samstag zwischen 15 und 17 Uhr bislang verzeichnet hat“, konnte der Leiter des Bäderbetriebsmanagements der Köln-Bäder, Marc Riemann, vermelden.

In Chorweiler zeichnet sich damit ein ähnlicher Erfolg ab, wie im Genovevabad in Mülheim, dem bis vor Kurzem einzigen Kölner Schwimmbad mit exklusiven Schwimmzeiten für Frauen: Auch dort sind die entsprechenden Nachmittage laut Riemann die besucherstärksten Zeiten.

Frauenschwimmen im Kölner Norden: 325 Gäste am Premierentag

Die Initiatorinnen des Angebots, Mitglieder der Bürgerplattform „Stark! Im Kölner Norden“, hatten mitgezählt: Am Premierentag verzeichnete das Bad 325 Eintritte, an den beiden darauffolgenden Samstagen erneut 280 und 288 weibliche Badegäste und ihre Kinder. „An diesen Zahlen lässt sich die große Nachfrage nach einem solchen Angebot ablesen“, so Merve Şahin-Yilmaz, die als Community Organizerin für die Bürgerplattform tätig ist.

„Das bestätigt sehr deutlich die Eindrücke, die wir in den letzten zwei Jahren in Gesprächen und Umfragen sammeln konnten“, ergänzt Marita Heider, die gemeinsam mit der Kölnerin Sultan Kulak federführend für die Kampagne der Bürgerplattform tätig war. „Besonders beeindruckt haben mich dabei die ausnahmslos positiven Reaktionen der Frauen“, fügt Sahin-Yilmaz an. Viele Besucherinnen hätten gegenüber den Initiatorinnen ihre Dankbarkeit ausgedrückt. Heider, Kulak und Şahin-Yilmaz wissen auch, dass das Angebot längst nicht nur Frauen aus der näheren Umgebung anzieht: Neben Chorweiler kamen auch Schwimmerinnen aus Mülheim, Porz, Kalk und Holweide, teilweise sogar aus umliegenden Kommunen wie Bonn, Wuppertal oder Remscheid.

„Dass die Frauen trotz langer Wege in Rekordzahl nach Chorweiler gekommen sind, freut uns sehr“, sagt Kulak. Sie und Heider wiederum betonen ihre Dankbarkeit für die Unterstützung der Politik: Die mehrheitliche Unterstützung der Bezirksvertretung Chorweiler etwa habe den Weg für die Verwirklichung ihres Anliegens geebnet.

Unterstützung sei auch weiterhin entscheidend, denn noch befindet sich das Chorweiler-Angebot in einer Pilotphase – die Besucherzahlen sind also ausschlaggebend für die Entscheidung, ob das Frauenschwimmen beibehalten wird oder nicht. „Wir bleiben auf jeden Fall dran“, versichert Kulak.