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ChorweilerSuche nach Lösung für verstopften „Turbokreisel“ in Köln-Merkenich

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Zu den Stoßzeiten des Berufverkehrs bilden sich am Kreisverkehr in der Emdener Straße oft lange Staus.

Zu den Stoßzeiten des Berufverkehrs bilden sich am Kreisverkehr in der Emdener Straße oft lange Staus.

Am Kreisverkehr Emdener Straße kommt es im Berufsverkehr häufig zu Rückstaus. Dies war nun auch Thema in der Bezirksvertretung Chorweiler.

Seit seinem Bau vor gut einem Jahrzehnt stellt der „Turbokreisel“ an der Emdener Straße und der Einmündung in die Causemannstraße für den motorisierten Verkehr den bedeutendsten Ortseingang Merkenichs dar, denn über den zweispurigen Kreisverkehr gelangen die Merkenicher zur Industriestraße, die den Ort sowohl an die inneren Stadtbereiche anbindet, als auch über den Anschluss an die A1 die Verbindung zum überregionalen Straßennetz herstellt.

Diese dient natürlich auch den Beschäftigten des benachbarten Industriegebiets um die Ford-Werke als schnelle Verbindung, und so ist der Kreisverkehr zu den Stoßzeiten des Berufsverkehrs sehr stark befahren – nicht selten entstehen dann lange Rückstaus auf der Spur, die zur Zufahrt zur Industriestraße führt. Anwohner und örtliche Politiker beobachten dieses Phänomen bereits seit der Wiedereröffnung der Leverkusener Brücke.

Mehrere Fraktionen haken wegen Verkehrschaos nach

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler war die Situation nun Gegenstand gleich mehrerer Anfragen: Sowohl die Fraktionen von Grünen und SPD hatten sich bei der Verwaltung nach den Gründen für die regelmäßig auftretenden Verkehrsbeeinträchtigungen sowie nach kurz- bis mittelfristigen Maßnahmen gegen das Chaos erkundigt. Passenderweise stand die Beantwortung einer ähnlich lautenden Anfrage der CDU-Fraktion auf der Tagesordnung, die diese bereits vor gut einem Jahr gestellt hatte.

Darin machte die Verwaltung geltend, dass die Ursache für die Rückstauungen nicht im Kölner Straßennetz zu suchen sei, sondern in Baumaßnahmen auf der A1 in Fahrtrichtung Leverkusen: verkürzte Verflechtungsstreifen auf der Autobahn seien verantwortlich für die Rückstaus, die bis zum Kreisverkehr reichen. Die Möglichkeiten der Stadt, kurzfristige Verbesserungen zu erreichen, seien daher begrenzt, doch habe die Autobahn GmbH in Aussicht gestellt, dass mit der Freigabe der Rampe in Fahrtrichtung Monheim am Autobahnkreuz Leverkusen-West eine Entspannung zu erwarten sei. Eine zeitweise „Schließung“ des Kreisverkehrs, wie sie die CDU-Fraktion angeregt hatte, sei jedoch nicht zu empfehlen.

Dies jedoch sei den Bezirksvertretern „im Grunde schon alles bekannt“, wie Rainer Stuhlweißenburg (CDU) sagte. Seiner Ansicht nach gehe es nicht nur um die Autobahnrampen, sondern auch um die komplette Industriestraße, auf der zurzeit noch Tempo 50 statt 100 gelte. „Das hat ja Riesenauswirkungen“, so Stuhlweißenburg. Eike Danke (Grüne), die angab, den Kreisverkehr täglich zu nutzen, schlug vor, die beiden Spuren des Kreisverkehrs sauber zu trennen und die äußere der beiden zur reinen Abbiegespur nach Merkenich zu machen.

Auch das Niehler Ei könne zur Entlastung beitragen, wenn die Sperrung des Niehler Damms erst einmal beendet sei. „Wir würden gerne mit Nippeser Vertretern einen runden Tisch organisieren, um gemeinsam eine Lösung zu finden“, so Danke.