Folgen der Corona-Pandemie2800 Arbeitsplätze im Kölner Einzelhandel abgebaut

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Ein Schild am Eingang eines Schuh-Geschäfts weist auf die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske hin, während im Vordergrund eine Frau mit FFP2-Maske vorbeigeht.

Den Einzelhandel plagen immer noch die Folgen der Corona-Krise.

Corona hat sich rückläufig auf die Beschäftigung im Einzelhandel ausgewirkt. Ein Zuwachsrekord wird dagegen im Kölner Onlinehandel verzeichnet.

Die Corona-Pandemie führt im Kölner Einzelhandel nach Angaben des Amts für Statistik und Stadtentwicklung insgesamt zu Beschäftigungsrückgang. Der Einzelhandel hat sich nach Erkenntnissen des städtischen Amts für Stadtentwicklung und Statistik während der Corona-Pandemie zwischen Dezember 2019 und Dezember 2021 rückläufig entwickelt. Insgesamt sind demnach 2800 Arbeitsplätze abgebaut worden – das entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent. Die Arbeitsplatzverluste trafen vor allem Beschäftigte in Supermärkten, Kaufhäusern und Geschäften für Bekleidung, Schuhe und Lederwaren, Körperpflegemittel, Uhren und Schmuck sowie Apotheken.

In den beschäftigungsintensiven Kölner Supermärkten und Kaufhäusern ist die Zahl der Beschäftigten nach Angaben des Amts am stärksten zurückgegangen – mit einem Minus von 1500 Arbeitsplätzen oder 13 Prozent und damit auch stärker als sie in den Vorjahren gestiegen war. Im Zeitraum 2011 bis 2019 gab es ein Plus von 876 Beschäftigten oder 8,3 Prozent. Trotz dieser Entwicklung hätten einzelne Branchensegmente – wie beispielsweise der Onlinehandel – zugelegt.  

Großer Zuwachs beim Kölner Onlinehandel

Das Segment ist in Köln ist zwar mit rund 2800 Beschäftigten vergleichsweise dünn besetzt, sei aber zwischen 2019 und 2021 ebenso wie in fast allen anderen Vergleichsstädten gewachsen – mit einem Plus von 311 Arbeitsplätzen oder plus 12,5 Prozent. Im Zeitraum von 2011 bis 2019 verzeichnete der Onlinehandel in Köln zwar in den Vorjahren den höchsten absoluten Beschäftigtenzuwachs mit einem Plus von 2000 Beschäftigten oder 375 Prozent und belegt mit diesem Beschäftigungsplus den zweiten Platz unter den Vergleichsstädten.

Bereits vor der Pandemie sei im Onlinehandel ein deutlicher Wachstumstrend erkennbar gewesen. Dieser Trend habe sich während der Corona-Krise, insbesondere vor dem Hintergrund mehrerer Lockdowns, weiter beschleunigt. Ebenfalls zulegen konnte der Lebensmitteleinzelhandel. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei dort um 2,3 Prozent gewachsen. Zwischen 2011 und 2019 verzeichnete dieses Segment ein signifikantes Wachstum von insgesamt 29 Prozent. (red)

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