Zwei von 64 Nominierungen für den International Emmy Award kommen aus Köln.
Deutsche JurysitzungLeopold Hoesch lädt auf Schloss Arff zum 20. Mal zur großen Emmy-Party

Leopold Hoesch und Academy Executive Director Camille Bidermann Roizen vor Schloss Arff
Copyright: Arton Krasniqi
Weltweit entscheiden bis zu 30 Jurysitzungen über die 64 Nominierungen für den International Emmy Award, den weltweit bedeutendsten Fernsehpreis für Produktionen außerhalb der USA. Experten aus der Branche kommen dafür in Metropolen in aller Welt zusammen und bewerten Produktionen in 16 Kategorien. Die Entscheidung über zwei der 64 Nominierungen fiel am Donnerstag im tiefsten Kölner Norden auf Schloss Arff. In der Welt des Fernsehens hat Köln Gewicht, sagt Leopold Hoesch, der die Jurysitzung zum 20. Mal ausrichtet. Besonders wichtig ist dem Inhaber der Kölner Produktionsfirma Broadview: „Die Idee, aus der Jurysitzung ein gesellschaftliches Event zu machen, kommt aus Köln. Das hat sich in der Szene schnell herumgesprochen, so dass viele Länder gesagt haben: Das machen wir auch so.“
Zwei Jurys mit je 15 Mitgliedern sichteten auf Schloss Arff Material aus den Kategorien „Sports Documentary“ und „TV Movie/Mini-Series“. Die wechselnde Zusammenstellung der beiden Jurys ist bis zum Tag der Sitzung wie immer ein gut gehütetes Geheimnis. Der Grund ist ganz einfach: Das Vorgehen hat sich als bestes Mittel gegen mögliche Bestechungsversuche bewährt. Wie immer besteht die Jury aus Schauspielerinnen und Schauspielern, Produzenten, Redaktionsmitgliedern, Regisseuren und Autoren. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem die Schauspielerinnen Pegah Ferydoni, Patricia Aulitzky oder Karin Hanczewski.

Inga Leschek (RTL) und Nicolas Roden (MMC-Studios)
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Für die Jury-Mitglieder gab es am Donnerstag jede Menge zu tun. Welche Titel in den Kategorien gesichtet wurden, erfuhr die Jury erst vor Ort. Nach der gemeinsamen Sichtung vergab jedes Mitglied Punkte für jede Produktion. Während der Sichtungen gibt es strenge Regeln. Jurymitglieder dürfen sich nicht abstimmen, in den entscheidenden Momenten sogar nicht einmal miteinander reden. Die International Emmys werden am 23. November in New York vergeben.

Mai Thi Nguyen-Kim und Hanna Käßbohrer
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Mit dem Ambiente auf Schloss Arff fühle es sich so an, als wäre man auf einer Hochzeit eingeladen, sagt RTL-Content-Chefin Inga Leschek. „Und dann kann man das Beste machen, was man überhaupt machen kann: den ganzen Tag fernsehschauen. Es ist wie ein Urlaubstag.“

Die Schauspielerinnen Pegah Ferdoni, Patricia Croy-Aulitzky und Karin Hanczewski (v.l.)
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Den ganzen Tag über fokussiert bei der Sache zu bleiben, sei aber trotz der Menge des Stoffs kein Problem, sagt Nicolas Roden, Geschäftsführer der MMC-Studios. „Wir versuchen den Produktionen die Aufmerksamkeit zu schenken, wie wir uns das auch für unsere eigenen Produktionen wünschen würden.“ Und Inga Leschek ergänzt: „Wir sehen hier ja nur Dinge, die wirklich gut sind. Insofern ist es keine Mühe, sich das gerne anzuschauen.“

Daniel Guhl (Magenta TV/links) und Andreas Hartmann (Prime Video)
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Nach getaner Arbeit durfte dann doch noch ausführlich über die gezeigten Produktionen gesprochen werden. Am Abend stieg im Schloss Arff im Anschluss an die Jurysitzung ein Cocktailempfang mit rund 200 geladenen Gästen aus den Bereichen Film, Fernsehen, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Auf der Gästeliste standen unter anderem die Schauspieler Michael Kessler, Max von der Groeben und Julius Weckauf, Messe-Chef Gerald Böse, Moderatorin Laura Karasek, der Rewe-Vorstandsvorsitzende Lionel Souque und WDR-Intendantin Katrin Vernau.
