Tausende Menschen müssen in Nippes ihre Wohnungen verlassen. Das Kinderkrankenhaus wird evakuiert, die Innere Kanalstraße gesperrt.
Blindgänger in NippesWeltkriegsbombe in Köln gefunden – Entschärfung noch heute

In Köln-Nippes wurde ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
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In Nippes ist am Freitagmorgen (10. Juli) bei Sondierungsarbeiten in der Nähe des Johannes-Giesberts-Parks ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe (500 Kilogramm) mit Front- und Heckaufschlagzünder.
Die Bombe muss noch am heutigen Freitag entschärft werden. Dafür richten die Einsatzkräfte einen Gefahrenbereich mit einem Radius von 500 Metern ein. Rund 4300 Menschen sind von der Evakuierung betroffen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte den Johannes-Giesberts-Park schon seit vier Wochen gesperrt und nach Blindgängern gesucht.
Kinderkrankenhaus betroffen – Zoobrücke wird gesperrt
Auch das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße der Städtischen Kliniken muss geräumt werden. Die Stadt betont, dass dieses Szenario bereits im Vorfeld gemeinsam mit allen Beteiligten geplant worden sei. Die jungen Patientinnen und Patienten werden in das Krankenhaus Holweide verlegt.
Sowohl die Zentrale Notaufnahme des Kinderkrankenhauses an der Amsterdamer Straße als auch die des Krankenhauses Holweide bleiben bis nach der Entschärfung der Weltkriegsbombe vom Rettungsdienst abgemeldet. Wann die Entschärfung beginnen kann, ist derzeit noch offen.

In der Nachbarschaft des Johannes-Giesberts-Parks in Nippes ist ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Das Bild zeigt den Evakuierungsradius.
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Mit erheblichen Verkehrsbehinderungen ist ebenfalls zu rechnen: Betroffen sind unter anderem die Innere Kanalstraße, die Amsterdamer Straße sowie die Stammheimer Straße beziehungsweise der Alte Stammheimer Weg. Zudem wird die Zufahrt zur Zoobrücke in Richtung rechtsrheinisches Stadtgebiet voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt gesperrt.
Einschränkungen bei der KVB – Flora und Lentpark im Evakuierungsradius
Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Einschränkungen wird es bei der Stadtbahn-Linie 16 sowie den Buslinien 124, 140 und 186 der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) geben. Weitere Informationen dazu sollen folgen.
Neben Wohnhäusern liegen auch mehrere Einrichtungen im Evakuierungsgebiet. Dazu gehören ein Hotel, eine Kita, das Schwimmbad Lentpark sowie der Botanische Garten Flora. Außerdem befinden sich sieben Gebäude mit mehr als fünf Stockwerken innerhalb des Sperrbereichs.
Fundort weit umfahren – Anlaufstelle am Erich-Kästner-Gymnasium
Für Betroffene richtet die Stadt eine Anlaufstelle im Erich-Kästner-Gymnasium an der Castroper Straße 7 ein. Sie soll voraussichtlich mit Beginn des ersten Klingelrundgangs öffnen. Der genaue Zeitpunkt wird noch bekanntgegeben.
Die Einsatzkräfte bitten darum, den Bereich weiträumig zu umfahren und Rettungsgassen zu bilden, wenn Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind.
Weitere Infos folgen.

