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Geplantes Erlebniszentrum„Exploradom“ kommt nicht nach Ehrenfeld – Betreiber stoppt Projekt

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Das ehemalige Autohaus von Mercedes an der Widdersdorfer Straße/Ecke Mercedes-Allee.

Das ehemalige Autohaus von Mercedes an der Widdersdorfer Straße/Ecke Mercedes-Allee sollte das erste „Family Entertainment Center“ Deutschlands mit dem Namen „Exploradom“ beherbergen. (Archivbild)

Es sollte der Nachfolger des früheren Odysseums werden. Doch jetzt stoppt der Betreiber das Projekt am Standort – hält aber an der Idee fest.

Das geplante Exploradom als Nachfolger des früheren Odysseums wird nicht wie vorgesehen in Köln-Ehrenfeld umgesetzt. Das teilte der Betreiber auf seiner Website mit. Demnach könne das Projekt „in der ursprünglich geplanten Form im Gebäude in der Mercedes-Allee 1“ nicht realisiert werden.

Die Eröffnung des Familien- und Erlebniszentrum war für dieses Frühjahr angekündigt. Ein konkretes Datum gab es bis zuletzt jedoch nict. Nun ist klar: Am geplanten Standort wird es keine Umsetzung geben.

Unternehmen betreibt auch die „DinoXperience“ in Königswinter

Hinter dem Projekt steht die Edutain AG, die erst kürzlich im ehemaligen Sea-Life-Gebäude in Königswinter die „Dino Xperience“ eröffnet hat, eine interaktive Dinosaurier-Ausstellung. Auch große Ausstellungen wie „Harry Potter“ und „Jurassic Park“ realisierte das Unternehmen im Odysseum in Köln.

Das Exploradom sollte auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Gelände an der Mercedes-Allee in Ehrenfeld entstehen. In einem „Family Entertainment Center“ sollten dort Spiel-, Lern- und Arbeitsbereiche verbunden werden – mit Angeboten für Kinder, Workshops sowie Co-Working-Flächen für Eltern. Auch Gastronomie war vorgesehen.

Ein Kletterbaum über mehrere Etagen sollte im Odysseum-Nachfolger in Ehrenfeld zur Bewegung einladen.

Ein Kletterbaum über mehrere Etagen sollte im Odysseum-Nachfolger in Ehrenfeld zur Bewegung einladen.

An der grundsätzlichen Idee hält der Betreiber fest. Man wolle die Philosophie des Odysseums weiterführen und einen Ort schaffen, an dem „Lernen, Erleben und Familie vereint werden“. Deshalb werde nun nach alternativen Möglichkeiten gesucht, das Konzept doch noch umzusetzen. Konkrete Angaben dazu gibt es bislang nicht.

Bereits verkaufte Geschenkgutscheine für das Exploradom werden nach Angaben des Betreibers vollständig erstattet. Warum das Vorhaben am Standort scheitert, bleibt offen. Eine Anfrage blieb zunächst unbeantwortet. 

Das 2009 eröffnete Odysseum in Kalk konnte sich wirtschaftlich zuletzt nicht mehr selbst tragen. Nachdem sich die Sparkassen-Stiftung 2021 als wichtiger Geldgeber zurückgezogen hatte, wurde das Projekt beendet. Auf dem Gelände wird inzwischen eine Gesamtschule gebaut.