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Sicherheit in Kölner BädernKünstliche Intelligenz unterstützt Bademeister im Ossendorfbad

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Bei einem möglichen Notfall alarmiert das Warnsystem die Badeaufsicht über die Smartwatch.

Bei einem möglichen Notfall alarmiert das Warnsystem die Badeaufsicht über die Smartwatch.

Um Notfälle schneller erkennen zu können, analysiert die Software die Bewegungen von Schwimmerinnen und Schwimmern.

Die Kölnbäder installieren im Ossendorfbad ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierendes System, das mögliche Notsituationen erkennen soll. Wie die Kölnbäder mitteilen, werden in dem Schwimmbad an der Äußeren Kanalstraße schrittweise 17 Kameras angebracht, die ausschließlich die Wasserflächen der Becken erfassen. Die Technologie wird seit Anfang 2026 im Ossendorfbad eingesetzt.

Köln: KI unterstützt Bademeister im Ossendorfbad

Das Erkennungssystem analysiert mithilfe von KI in Echtzeit das Bewegungsverhalten der Schwimmerinnen und Schwimmer. Stellt die Software dabei Auffälligkeiten fest, die auf einen Notfall hindeuten, wird das Aufsichtspersonal innerhalb kürzester Zeit benachrichtigt. Laut den Kölnbädern können so lebensrettende Maßnahmen schneller eingeleitet werden.

Im Hinblick auf den Datenschutz versichern die Kölnbäder, höchste Standards einzuhalten. Eine Gesichtserkennung finde nicht statt und Bereiche außerhalb des Beckens sollen nicht erfasst beziehungsweise technisch ausgeblendet werden. Zudem würden die Videodaten lokal verarbeitet und nach kürzerer Zeit automatisch gelöscht.

Darüber hinaus betont Marc Riemann, Leiter des Bäderbetriebsmanagements der Kölnbäder, dass die KI kein Personal ersetze: „Sie ist ein zusätzliches Instrument, das die Aufmerksamkeit bündelt und die Sicherheit im Becken weiter erhöht.“

Im Stadionbad ist das Erkennungssystem bereits im Januar 2025 eingerichtet worden. In den kommenden Jahren sollen weitere Bäder mit der Technologie ausgestattet werden. Die Kosten für den Einsatz der KI im Ossendorfbad belaufen sich auf rund 80.000 Euro. (bha)