Abo

Emotionales VideoKölner Jugendchor St. Stephan gedenkt der Corona-Todesopfer

2 min
Neuer Inhalt (1)

Fast 60 Chromtglieder des Kölner Jugendchors St. Stephan haben sich für die virtuelle Gesangseinlage zusammengefunden.

Köln – Immer häufiger hört man in den letzten Wochen musikalische Beiträge – vor allem in der Nachbarschaft. Nach dem täglichen Klatschen um 21 Uhr folgt hier und da eine DJ-Session, manche packen ihre Instrumente aus und geben ihre Versionen von Kölschen Klassikern zum Besten. Alles, um Hoffnung und Zuversicht in diesen schwierigen Zeiten zu spenden. Der Jugendchor St. Stephan möchte mit seinem Gesang für die Corona-Opfer ein neues und ganz anderes Zeichen setzen.

Gesang in der Küche, am Esstisch und neben der Kleiderstange im Schlafzimmer – alles ein ganz klein wenig verpixelt: Neu sind die Bilder eines virtuell performenden Chors in Corona-Zeiten nun nicht mehr. Schon zu Ostern überrascht der Kölner Jugendchor St. Stephan mit seiner Liveversion von Leonard Cohens Song „Hallelujah“, dass den Menschen zu den Feiertagen ein Lächeln auf die Lippen zaubern sollte. Diesmal ist der Anlass ein anderer. Ein traurigerer.

Mitgefühl für Angehörige

Jeder Todesfall sei mit dem Verlust eines Menschen und der Trauer der Angehörigen verbunden, so Chorleiter Michael Kokott. Mit dem neuen virtuellen Chor-Auftritt, wollen sie nun ihr musikalisches Mitgefühl ausdrücken.

Das könnte Sie auch interessieren:

Fast 60 Chormitglieder haben sich für die virtuelle Darbietung von „The Rose“ von Bette Midler zusammengefunden. Zuhause hat jedes Mitglied die eigene Stimme eingesungen, Marcel Repmann habe die vielen emotionalen Gesangsvideos der einzelnen Sängerinnen und Sänger dann zu einem Gesamtvideo zusammengeschnitten.

Virtuelles Wir-Gefühl

Die Coronakrise hat auch das Chorleben nachhaltig beeinflusst. Proben, wie man sie kennt, sind schon lange nicht mehr möglich. Zusammenhalt gibt es trotzdem: „Auch wenn der Kontakt unter den Chormitgliedern nur per Computer oder Handy möglich war, hatten alle auch in der Distanz ein Wir-Gefühl“, so Repmann.