Kölner ZentralmoscheeErmittlungen wegen versuchter Brandstiftung eingestellt

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Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld (Symbolbild)

Köln – Im Fall der mutmaßlichen versuchten Brandstiftung an der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. „Bisher konnte kein Täter ermittelt werden. Selbst wenn es sich um eine versuchte Brandlegung gehandelt haben sollte, wüssten wir nicht, von wem“, sagt Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn zur Erklärung. Bis zur Einstellung der Ermittlungen blieb aber unklar, ob tatsächlich jemand einen Anschlagsplan verfolgt hat, oder ob der gefundene Benzinkanister aus anderen Gründen vor der Moschee abgestellt wurde.

Mitte November waren dem Sicherheitsdienst der Moschee an einem Weg nahe der Moschee nachts ein offener, halb gefüllter Benzinkanister und mehrere Feuerzeuge aufgefallen. Erst mehrere Stunden später wurde die Polizei alarmiert, die zunächst nach einem offenbar flüchtigen unbekannten Radfahrer gefahndet hatte. Dieser galt als verdächtig, weil er gegen den Kanister gefahren war, wie auf Überwachungsvideos zu sehen ist.

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Möglicherweise wollte der Fahrer aber nur dem Behälter ausweichen, den zuvor ein weiterer Unbekannter oder eine Unbekannte dort abgelegt hatte. In dem Kanister war Diesel, der im unerhitzten Zustand nicht brennt, wenn er angesteckt wird. In ihren Ermittlungen wertete die Staatsanwaltschaft verschiedene Aufnahmen von Videokameras aus. Die der Moschee selbst waren allerdings kaum zu gebrauchen, weil die entscheidende Stelle von einem Bodenstrahler geblendet wird, sodass sie nur sehr schwierig einzusehen ist. (hol)

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