Es gab ein kurzes Durchschnaufen, aber zum Wochenstart steigen die Temperaturen wieder weit über 30 Grad.
Kein Regen in SichtErneute Hitzewarnung für Köln und die Region

Vertrocknete Wiesen am Rheinufer in Köln (Archivbild vom 14. Juli)
Copyright: Alexander Schwaiger
Zu den Kölner Lichtern am Samstag (1. August) war das Wetter perfekt: warm und trocken, aber nicht zu heiß und relativ windstill. Auch der Sonntag bringt sommerliche Temperaturen, die viele Menschen für Aktivitäten nach draußen ziehen. Es wird etwas wärmer als am Vortag, aber knapp über 30 Grad lassen sich für die meisten Menschen noch gut aushalten. Dies ändert sich jedoch mit Wochenbeginn.
Erneut hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung vor Hitze herausgegeben, die Montag von 11 Uhr bis 19 Uhr gilt. Das Warngebiet umfasst rund zwei Drittel Deutschlands, ab einer West-Ost-Linie vom Münsterland über Kassel, Erfurt und Leipzig bis nach Cottbus. Die Hitzebelastung könne gefährlich werden und zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen, heißt es wieder einmal. Besonders warm in Nordrhein-Westfalen wird es wie üblich entlang der Rheinschiene.
„Mit einer zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung ist insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet von Köln zu rechnen“, so der DWD. Entsprechende Hinweise gibt es auch für zahlreiche andere NRW-Städte.
36 Grad in Köln am Montag möglich
Die Temperaturen in Köln können am Montag laut DWD-Auskunft bis zu 36 Grad erreichen, in der Innenstadt kann es auch noch etwas mehr werden. Vormittags scheint die Sonne, ab dem Nachmittag ziehen Wolken auf. Die Gewittergefahr in NRW steigt. Starkregen, Hagel und Sturmböen sind laut DWD möglich, vereinzelte Unwetter nicht ausgeschlossen. Ob es jedoch auch in Köln Gewitter geben wird, ist fraglich. Genaue Prognosen sind schwierig, und der DWD gibt Unwetterwarnungen gegebenenfalls aktuell heraus.
In der Nacht zu Dienstag kühlt es in Köln nicht unter 20 Grad ab, es wird also wohl eine tropische Nacht erwartet. Auch am Dienstag steigen die Werte voraussichtlich auf weit über 30 Grad, wenn auch mit bis zu 34 Grad nicht ganz so hoch wie am Montag. Die Menschen im Rheinland können sich also auf eine erneute Hitzewarnung für Dienstag einstellen.
Dann sind Gewitter eher möglich als am Montag, auch in Köln. Am Mittwoch sollen die Temperaturen leicht heruntergehen, die Gewittergefahr abnehmen. Unter 30 Grad sinken die Werte aber erst ab Donnerstag.
Trockenheit in NRW hält an
Eine generelle Trendwende ist beim Wetter vorerst nicht in Sicht. Niederschläge bleiben Mangelware, sie sind fast ausschließlich mit Gewitter verbunden. In Köln hat es bis auf wenige Tropfen seit mehreren Wochen nicht geregnet. Stärkere Unwetter gab es hier bislang nicht.
„Die Frage ist immer, wo Gewitter und Regen herunterkommen“, so der DWD-Meteorologe am Sonntagmorgen. Wenn es so weit ist, kann die Lage auch schnell zum Unwetter werden. Dies ist jedoch immer „kleinräumig“, also lokal begrenzt. Diese Niederschläge sind nicht nachhaltig und bringen der Natur wenig.
Insgesamt habe es in diesem Sommer nur auf einem Prozent der Fläche von NRW geregnet. Es fehle in dieser Saison, so der Meteorologe, komplett das kühle Nordwest-Wetter. Europa liege stabil unter einer langen Sommerwelle, die Hitze und Trockenheit mit sich bringe. Es sei wenig Bewegung im System der planetarischen Wellen, die sich über den gesamten Globus ziehen.
