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„Express“-Sportnacht in Köln
„Lichtgestalt“ Vitali Klitschko erhält Ehrenpreis

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Christoph Bauer, Vorstandsvorsitzender der DuMont Mediengruppe, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Vitali Klitschko und die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der DuMont Mediengruppe Isabella Neven DuMont (v.l.)

Christoph Bauer, Vorstandsvorsitzender der DuMont Mediengruppe, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Vitali Klitschko und die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der DuMont Mediengruppe Isabella Neven DuMont (v.l.)

Köln – Vor dem Rhein-Energie-Stadion fuhr am Montagabend ein VIP-Shuttle nach dem anderen vor. Der „Express“ hatte zum dritten Mal zur großen Sportnacht geladen – statt wie bislang in einer Business-Lounge fanden sich Prominente aus Sport, Show, Wirtschaft und Politik diesmal allerdings in der festlich geschmückten und ausgeleuchteten Nordtribüne, im „12. Mann“ und der Clublounge Nord ein.

Ex-Fußballprofi Hans Sarpei, Trainer Felix Magath, Darmstadt-Coach Dirk Schuster und die Kölner Sprint-Legende Manfred Germar reisten an, die FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle und Jörg Schmadtke hatten es da nicht ganz so weit.

Klitschko für soziales und politisches Engagement geehrt

Aus einem besonderen Grund kam der langjährige Boxweltmeister Vitali Klitschko: Der 44-Jährige ist in diesem Jahr die „Lichtgestalt Sport“. Die gleichnamige Auszeichnung verleiht der „Express“ für herausragendes soziales und politisches Engagement. Der Preis ist mit einer fünfstelligen Summe dotiert.

Alles zum Thema Timo Horn

Vor der Gala-Show hatten Helfer eine große Bühne auf dem Rasen vor der Nordtribüne aufgebaut – besseres Wetter hätten sich die Organisatoren für die Preisübergabe im Außenbereich des Stadions nicht wünschen können. Es war trocken, aber durchaus kühl. Die Moderatoren Ulrike von der Groeben und Tom Bartels begrüßten die mehr als 1000 Gäste, die sich mit roten Fleecedecken wärmten. Martin Schulz, EU-Parlamentspräsident und Freund von Vitali Klitschko hielt die Laudatio auf den Preisträger.

Kampf gegen Korruption

Vitali Klitschko wurde für sein politisches Engagement in seiner ukrainischen Heimat geehrt. Dort spielte er vor zwei Jahren eine wichtige Rolle bei der Protestbewegung auf dem Maidan-Platz in Kiew und machte sich für den Frieden stark. „Vitali Klitschko steht für die Hoffnung auf bessere Zukunft in seiner Heimat“, sagte Martin Schulz. Isabella Neven DuMont, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der DuMont Mediengruppe, überreichte dem Ex-Boxer und Politiker die Auszeichnung.

Seine vorbereitete Rede legte Klitschko daraufhin beiseite. Stattdessen sprach er frei. Das Erlebte hat den ehemaligen Profi-Boxer tief geprägt - man merkte es ihm deutlich an. Heute ist der 44-Jährige amtierender Bürgermeister der Stadt und ukrainischer Parlamentsabgeordneter. Der Korruption in seiner Stadt und im Land hat er den Kampf angesagt. „Der Preis ist eine große Anerkennung, aber er gehört nicht mir allein. Ich war nur einer von Millionen von Menschen, die auf die Straße gegangen sind“, sagte Klitschko.

Im Innenraum des Stadions wurde nach der Verleihung weiter gefeiert. FC-Trainer Peter Stöger kam vorbei und sein staunender Stamm-Torhüter Timo Horn. „Hier sieht man Gesichter, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt“, sagte Horn, der seine Frau im Arm hielt. Christoph Bauer, Vorstandsvorsitzender der DuMont Mediengruppe, mischte sich ebenso unter die Gäste wie Ex-FC-Trainer Christoph Daum, ARD-Sportmoderator Matthias Opdenhövel, Phillip M. Froben, Geschäftsführer DuMont Rheinland, Eintracht-Frankfurt-Profi Stefan Reinartz und Ex-Boxer Axel Schulz. Noch eine ganze Weile feierten aktive und ehemalige Sportler gemeinsam mit den Gästen aus Film und Fernsehen, Musik und Medien sowie Politik und Verwaltung. (cmi)